König Victor AmadcuS' II.
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In diesem Schriftstück hieß es, das Vertrauen des KönigsVictor Amadeus, der Prinz von Piemont werde immer mitEhrerbietung und kindlicher Ergebenheit seinen ernstlichen Ab-sichten und Begehren entsprechen, habe ihn bewogen, diesemdie Regierung zu übertragen. Da dies jedoch in der Absichtgeschehen sei, des Staates Wohlfahrt zu fördern, nicht dem-selben Nachtheil zu bringen, er aber mit tiefem Schmerz er-kenne, wie das Gegentheil cintreffe, erfülle er eine heiligePflicht, indem er durch gegenwärtigen Akt erkläre, die mittelstder Urkunde vom 3 . September 1730 erfolgte Übertragung derKrone auf den Prinzen von Piemont höre auf Wirkung zuhaben, weil der bestimmende Anlaß dazu weggefallen sei. Erschloß mit der Erklärung, wie er, das Eingetretene im vorausbefürchtend, in jenem Document aus Vorsicht die Beamtenund übrigen Untcrthanen ihres Eides und ihrer Pflicht nichtentbunden habe. Nachdem der Abate geschrieben, ward erentlassen, nachdem er zugesagt, am folgenden Tage zurück-zukehren, um den Entwurf zu verbessern und ins Reine zubringen.
Als Boggio Turin erreichte, waren die Thore schon ge-schlossen und er mußte außerhalb der Stadt übernachten. Amnächsten Morgen ging er zum Cabinetssecretär Lanfranchi, underzählte ihm Alles. Carl Emanuel, der sich auf dem nahenLustschlosse La Veneria befand, wurde eiligst von dem Vorge-fallenen benachrichtigt. In den Palast zurückgekehrt, ließ ersich von dem Abate Alles ausführlich erzählen und beriethdann mit D'Ormca. Dieser bot seine Entlassung an, umeine Verständigung zwischen Vater und Sohn zu erleichtern.Als der König sie nicht annahm, sprach er das verhängniß-volle Wort aus, man müsse sich der Person Victor Amadeus'versichern.
Was Carl Emanuel erwiderte, wie der Minister seinenRath begründete, wie das peinliche Schwanken des Sohnesbesiegt ward, und die politischen Rücksichten überwogen —niemand weiß darum.
Doch machte der König noch einen letzten Versöhnungs-