Anmerkung.
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Novellen die Hauptsache bilden, sondern die Schilderungen von Landund Leuten und die Gespräche aller Art, in denen die Gesellschaft vor-nehmer oder hochgestellter Florentiner und ihrer auswärtigen Genossen sichtheils auf der Wanderung, theils beim Zusammenkommen in der vor demThore San Niccolü bei Florenz gelegenen Villa „il Paradiso" (derName findet sich schon zu Anfang des 14. Jahrh.) sich ergeht. Es ist hiernicht der Ort, dem Herausgeber in seiner äußerst fleißigen, nur zu weit-läufigen und wenig übersichtlichen Untersuchung über den Verfasser dessogenannten „Romans" zu folgen, in welchem er den Giovanni da Pratozu erkennen glaubt, welcher in den Jahren 1417—1425 die GöttlicheKoniödie und die Canzonen Dante's in Florenz öffentlich erklärte; einLiterat, über dessen Person und Schriften mancherlei Zweiscl obwalten(vgl. LiblioAraüa kratsso, Prato 1844, S. 5 u. 110). Der Text, mitseinem geschmacklosen Gepränge unverdauter classtscher Erudition ist wenigerfreulich, aber er enthält eine Menge Züge zur Kenntniß der Zeit undder bedeutenden Männer des damaligen Florenz. G. Voigt hat in derneuen Bearbeitung seines verdienstlichen Werkes: „Die Wiederbelebung desclassischen Alterthums oder das erste Jahrhundert des Humanismus",Berlin 1880, Bd. I, S. 187 ff., dies Buch zu Rathe gehalten, welchesauch von Bedeutung ist als Zcugniß der Zeit, die zwischen der schöpferi-schen Aera der großen Dichter und dem Jahrhundert der Reproduction,welches die „classische" Periode bildet, zwischen der Aera der hohen Aus-bildung der Volkssprache und jenes ihrer pedantischen Adulteration dieMitte bildete. Zwei der Alberti dieser Epoche haben sich als Dichterhervorgethan, Antonio, der Besitzer des Paradiso, und sein Neffe Fran-cesco, der Sohn Altobianco's und der Maddalena Gianfigliazzi (S. 14).Über Beide vgl. Passerini a. a. O. S. 85ff. 91. 92.
Eine ungewöhnlich reichlich fließende Quelle zur Kenntniß des Lebensund Denkens dieser Zeit des Übergangs vom 14. zum 15. Jahrhundert,sind die von Cesare Guasti heransgegebenen beiden Bände: „8erImpo UarMi. Iwttero cki an Ikotaro a un Nsroants äel ssoolo XIV",Florenz 1880. Der Mann, an den diese Briefe gerichtet wurden, warFrancesco Datini von Prato, der Stifter der dortigen großen Wohl-thätigkeitsanstalt „il Leppo", die Zeit sind die Jahre 1390—1410. Aufdiese merkwürdige Briessammlung ist schon, als erst wenige Fragmentederselben gedruckt waren, verwiesen in m. „Briefen heiliger undgottesfürchtiger Italiener", Freiburg 1877, in den Mittheilungen überChiara Gambacorti, S. 75—100. Nachrichten über Sta Francesca Ro-mans (Kap. II) in m. „Geschichte der Stadt Rom", Bd. III, Abth. 1,über Cecilia Gonzaga in „Gregorio Correr" in m. „Beiträgen zuritalienischen Geschichte", Bd. IV, über Annalena de' Malatesti L. Passe-rini in der Genealogie der Malatesta in Litta's Werk und: Nsmoriastoriea intorno a Laläaeoio ä'VnAÜiari, im ^relr. stör. ital. Serie III,