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Anmerkung.
des Buchhändlers Vespasiano da Bisticci (gest. 1498) bieten, istallbekannt. Auf Cardinal Mai's Ausgabe im 8pioils§ium Ronm-nnm, 1839, folgte zwanzig Jahre später der nach florentinischen Handschriftenrevidirte vervollständigte Druck von Adolfo Bartoli: „Vits äi nominiillustri äsl seeolo XV seritts äu Vsspusiuuo äa Listieei", Florenz 1859,mit Zugabe der von Mai in einem besondern Heftchen gedruckten Vitaäi ^lsssunära äs' Luräi und der im ^.rsüivio storioo italiano, Bd. IV(1843) enthaltenen Vita äi Lartoiommeo Vortini, Letzterer Band, dererste der Vits äi illustri Italiani bringt auch die Notizen über edleFlorentinerinnen von der Hand Vespasiano's, nebst Fragmenten einesdazu gehörigen historisch-moralischen Tractats, Madonna Maria, Ge-malin Pierfilippo Pandolfini's, gewidmet. Vespasiano, der anmutigsteErzähler, wo er, seinen Erinnerungen folgend, sich gehn läßt und vonseinem trefflichen Herzen die Inspiration empfängt, bisweilen zu euphe-mistisch, aber im Ganzen mit gesundem Urtheil, verfängt sich, wenn ersich in philosophirende Betrachtungen einläßt, um so schlimmer, je aus-führlicher er wird. Die Biographie der Alessandra Bardi ist arm anThatsachen und von ermüdender Breite, die Schilderungen anderer Frauensind unbedeutende Skizzen.
Über Leben und Sitte im 15. Jahrhundert geben Jacob Burck-hardt's „Cultur der Renaissance in Italien" (3. Ausl, von L. Geiger)und Hubert Janitschek's „Die Gesellschaft der Renaissance inItalien und die Kunst" (Stuttg. 1879) manche Aufschlüsse. Einiges auchin meinem Buche: „Lorenzo de'Medici il Magnifico", sowie in B. Bu-ser'S „Lorenzo de'Medici als italienischer Politiker" (Leipzig 1879).
Über Madonna Bartolommea degli Obicci (Kap. I) vgl. L. Passe-rin i: „6Ii lLldsrti äiHrerms 6ensaIoSia 8toria s Ooeumsnti " (Florenz1869), Bd. I. Das Prachtwerk entstand auf Veranlassung des Herzogsvon Lupnes, Honore d'Albert (gest. 1867), des französischen Repräsen-tanten einer großen schicksalsreichen Familie, die in der Heimat erloschenist. Die „RsZola äsl xovsrno äi onrg. familiäre äsl L. 64 ovan uivominioi" wurde von Donato Salvi, Florenz 1860, mit reich-haltiger Einleitung herausgegeben (vgl. „Lorenzo de' Medici", Bd. I,S. 518). Von dem Verfasser des Tractats wissen die Historiker desGroßen Schisma genug zu berichten. Nicht über die Familie allein, inwelche Madonna Bartolommea eintrat, sondern über Sitte, Lebensweise,geistige Bestrebungen der Zeit verbreitet Helles Licht: „ Il ?aruäiso äsZIi^.Idsrti, Litrovo e raZionamsnti äsl 1389. Romunro äi 6iovanniäs, ?rsto äsl ooäios sutoZrsko e snonimo äells Weesräisns s oursäi^losssnäro IVossololsIcz?." Bologna 1867. 3 Theile von nichtweniger als 1322 S. 12». Die Schrift der ersten Hälste des 15. Jahr-hunderts, welche hier mit umfassendem Commentar und literarischen Do-cumenten begleitet wird, ist eine Art Dekameron, worin jedoch nicht die