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Kleine historische Schriften
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Alessandra Strozzi.

drießlichen Anspielung.Ich höre, daß Lorenzo übler Launeist laß mich wissen, ob er Nachkommenschaft bekommen hat,denn ich vernahm von Tommaso, daß er solche erwartete. Ihrwerdet, fürchte ich, so lange ehelos bleiben, daß sich ein Dutzendzusammenfinden wird." Sie ließ dann aber die Kinder nichtaußer Acht, und als Filippo keine große Lust zeigte, den Knabenin sein Haus zu nehmen, widersprach sie seinen Gründen nicht,meinte aber, je eher derselbe von der Mutter getrennt werde,umso besser werde es sein. Lorenzo verheiratete dann dieMutter an einen Neapolitaner, und Filippo stattete Violantenach des Bruders Tode anständig aus. Die Stellung dernatürlichen Kinder war minder ungünstig, als Anschauungenund Sitte späterer Zeiten sie gemacht haben. Häufig bliebensie im Hause des Vaters und wurden mit den rechtmäßigenKindern erzogen. Auch zur Erlangung der Mitgift konntennatürliche Töchter eingeschrieben werden. Begreiflicherweisebezog alles dies sich aus die Kinder freier Eltern.

Längst fühlte Madonna Alessandra das Alter herannahen.Schon im Februar 1461 schrieb sie nach Brügge:MeineGesundheit geht bergab, denn die Zeit ist für mich gekommen,in der wir uns dem Ende nähern wolle Gott es mir zumHeil meiner Seele senden!" Oft spielte sie dann auf ihresinkende Kraft an, und auf den Übeln Eindruck so vielerSchicksalsschläge und Quälereien.Werde ich denn nie inRuhe leben!" klagt sie einmal. Und ein andermal:Immerwar ich Eselin und werde immer den Packsattel zu tragenhaben." Bei den vielen Sorgen und Geschäften, welche dieTrennung von den Söhnen über sie brachte, war namentlichdie Mühe des Schreibens groß für sie. Sie war keine Ge-lehrte. Nirgends findet sich eine Anspielung auf Buch oderAutor, und wenn sie einmal von einem Buondelmonti, der,von Neapel kommend, sie mit Lobeserhebungen der Söhneüberschüttete, halbspöttisch bemerkt, er habe den Albertano gelesen