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Kleine historische Schriften
Entstehung
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IX.

Filippo Stro;;i's Haus und Stellung in Neapel.

Die Jahre waren herangekommen, in denen Filippo Strozzidie Früchte seiner Thätigkeit vollauf zu ernten begann. Schonist darauf hingewiesen worden, wie das Kriegsglück sich all-mälig zu Gunsten Ferrante's von Aragon erklärte und amEnde weder Tapferkeit noch Hochsinn des Prinzen von Anjouetwas gegen ihn vermochten. Im Sommer 1463 hatte diesersich auch in Terra di Lavoro, wo der Widerstand noch währte,nachdem Apulien und Calabrien sich schon unterworfen, nichtmehr zu halten vermocht und sich nach Jschia zurückgezogen,welches damals auf seinem Jnselselsen zuletzt das Banner vonAnjou wehen sah, wie ein Menschenalter später das der Ara-gonesen. Der florentinische Verbannte und der um seinenThron kämpfende Herrscher haben einander gegenseitig unter-stützt. Ersterer kannte Land und Volk gut genug, um vonden günstigeren Umständen rasch Vortheil zu ziehen. In we-nigen Jahren erwarb er ein bedeutendes Vermögen auf ehr-barste Weise. Die von seinem Sohne Lorenzo verfaßte Lebens-beschreibung, ungenau in dem was sich auf sein Jugendlebenbezieht, verdient doch wol Glauben in der Schilderung seinerneapolitanischen Verhältnisse, deren Tradition in der Familiewie in der Vaterstadt lebendig geblieben zu sein scheint.VonNatur zum Wohlthun geneigt, war Filippo allen Leuten gegen-über wohlwollend und freundlich, theilnehmend, freigebig sästüber seine Mittel hinaus. Ohne Irgendeinem zu nahe zu