Alessandra Strozzi.
rieth ihm ab, und er hat später bereut dem Rathe nicht ge-folgt zu sein. Im Sommer jenes Jahres kam er nach Rom,kehrte aber bald nach Brügge zurück, nachdem er mit Filippoalles besprochen, auch die nunmehr ganz selbständige Stellung Bei-der. Niccolö, nun von der ältern Generation der einzige, scheintmit zunehmenden Jahren in Geschäften sehr peinlich gewordenzu sein, sodaß die nächsten Verwandten beider Geschlechterschwer mit ihm auskamen. Alessandra billigte Filippo's Ent-schluß, so bereitwillig sie die dem ältern Manne geschuldetengroßen Verbindlichkeiten anerkannte. Niccolö Strozzi blieb,zeitweilige Abwesenheit abgerechnet, in Rom, wo er Bankgeschäftezu betreiben sortfuhr, mit Hilfe seines Schwestersohns BettinoRicasoli. Auch später unterhielt er freundliche Beziehungen zuden beiden Brüdern, die er in seinem letzten Willen unterseinen Vollziehern nannte. Er starb daselbst zu Ende desJahres 1469 und liegt, gleich so manchen seiner Landsleute, inSta Maria sopra Minerva begraben. Aus seinem Grabsteinlas man die Worte:
„Rom hat die Gruft mir gewährt, wie Florenz mir verliehen das
Leben,
Nicht für Geburt und Tod wählte man schöneren Ort."