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Alessandra Strozzi.
ermahne oder bedrohe, fruchtet's nichts; auf Vorstellungenachtet er wenig. Verwendete er Zeit und Gedanken aufEhrenvolles und Nützliches, so würde er vorwärts kommen, daer Fähigkeiten hat, und binnen kurzem würde ich ihm einevorteilhafte Stellung verschaffen." Lehren und Ermahnungenscheinen wenig gefruchtet zu haben. Im Januar 1453 brachLorenzo beim Ballspiel den rechten Arm. „Wüßtest Du",schrieb Jacopo an Filippo, „wie oft ich ihm das schlimmeSpiel verboten habe! Nicht daß ich an einen so traurigenFall gedacht hätte, aber er verlor zu viel Zeit und spielte zuhoch. Gewann er, so vergeudete er das Geld, — verlor er,so verschaffte er es sich, ich will nicht sagen wie."
Der böse Zufall scheint den Verirrten doch zur Besinnunggebracht zu haben. Zunächst erkannte man an ihm ganz denFlorentiner. Nach der heute in anderer Form sortlebendenSitte der Zeit weihte er dem Gnadenbilde der Verkündigung inder Servitenkirche seiner Vaterstadt, welches seit dem 13. Jahr-hundert höchste Verehrung genießt, ein Votum, nämlich seinwächsernes Bildnis. Solche Figuren sah man einst in ver-schiedenen Kirchen, namentlich in der genannten und in OrSan Michele, in solcher Menge, daß ihre Anfertigung einenIndustriezweig bildete, wovon die Familie der Benintendi,Wachshändler in Via de' Servi, den Beinamen Fallimmagini,das ist Bildnismacher, erhielt. Bis zum Jahre 1458 bliebLorenzo in Brügge, wo er im Sommer gedachten Jahres ge-fährlich krank war. Dann konnte er einen Besuch in Florenzmachen, von wo er jedoch nach Flandern zurückkehrte, daJacopo in eine schwere Krankheit verfiel, während welcherAlessandra ihm wie den Söhnen theilnehmende Briefe schrieb.Sein Verhalten scheint jedoch noch zu manchem Tadel Anlaßgeboten zu haben, auch nachdem er Brügge verlassen hatte.