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Kleine historische Schriften
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Mcssandra Strozzi.

haben; Antonio that wohl daran es mir nicht zu sagen, dennkrank wie ich war, glaube ich, es hätte mich getödtet." InNeapel ging alles ganz gut, und die Zuneigung des altern zumjüngern scheint die Mahnungen der Mutter unnöthig gemachtzu haben. Diese aber konnte sich in ihre Vereinsamung umso weniger finden, je mehr sie in Jahren voranschritt. Alseine nahe Verwandte in ähnlicher Lage die Trennung voneinem Sohne zu ertragen schien, ohne sich zu grämen, bemerktesie:Könnte ich's doch auch!"

Ihre Besorgnis wegen der zarten KörperbeschaffenheitMatteo's war leider nur zu sehr begründet. Im Sommer1459 herrschten in Neapel bösartige Fieber. Überhaupt war'seine schlimme Zeit. Anderthalb Jahre früher hatte ein heftigesErdbeben Ruin und Schrecken bereitet. Sechzig Häuser in derHauptstadt waren eingestürzt, über vierhundert unbewohnbarund Einsturz drohend, gegen zwanzig Kirchen arg beschädigt, dieDecken gerissen, die Glockenthürme Trümmerhaufen, die Klösterverwüstet, eine Menge Leute erschlagen, ganze Massen ohneObdach. Nun kamen, wie immer, Krankheiten.Niccolo",schrieb Filippo seinem Bruder Lorenzo am 14. August,langteam 13. v. M. hier an und legte sich an demselben Tage mitFieber. Antonio de' Medici und alle jungen Leute und Dienerhier im Hause sind davon ergriffen worden, ich ausgenommen.Matteo ist seit vierzehn Tagen bettlägerig. Es war einfachesWechselfieber (Terzana) das ihn nun verlassen hat; es hatihn aber so geschwächt, daß er nicht aufstehn kann, und erist ohne Eßlust. Mit der Zeit wird er sich erholen. AuchNiccold hat Wechselfieber und ist seit acht Tagen liegen ge-blieben; es ist gerade keine gefährliche Krankheit, falls nichtssich zugesellt. Ich sorge für Alle so gut ich vermag, mußaber auch auf das Comptoir und die Geschäfte außer demHause Acht haben."

Aber Matteo erholte sich nicht. Am 23. August verschied erim Alter von zweiundzwanzig Jahren, von denen er über achtferne von der Mutter zugebracht hatte. Francesco Strozzi, einerder Befreundetsten unter den Verwandten, und Giovanni Bonsi