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Kleine historische Schriften
Entstehung
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Alessandra Strozzi.

Juni fertig wurden; von der Art jener reichen Möbel, wiesie noch im folgenden Jahrhundert durch berühmte Meister,Andrea del Sarto, Franciabigio, Fr. Granacci, Jacopo daPuntormo, Bachiacca u. A. ausgemalt wurden. Giuliano daMajano arbeitete ein hölzernes Tabernakel für eine Madonna,im Relief und gemalt, von der Hand Stefano Magnolini's,eines wenig bekannten, damals noch jungen Künstlers. AuchMasaccio's Bruder Giovanni wurde bei diesen Arbeiten zurAusstattung des Schlafgemachs beschäftigt. So finden wiruns in dem Hause dieser florentiner Kaufmannsfamilie, diedoch keineswegs zu den ersten gehörte, innerhalb des Kreisesnamhafter Künstler, und diese Künstler finden wir nach guterflorentiner Sitte mit Arbeiten beschäftigt, welche andere Zeitendem Handwerk zuwiesen, worin die einfache Erklärung der Er-scheinung liegt, daß auch das Untergeordnete jener früher» Tagesich durch künstlerischen Charakter auszeichnet.

Über die Mitgift Caterina's haben wir die Äußerung derMutter vernommen, und Marco Parenti bemerkt in seinenAufzeichnungen:Die Mitgift soll 1000 Goldgulden betragen.Die Hälfte erhält sie sogleich von Mona Alessandra, in baarund Aussteuer, die andere Hälfte, 500 Gulden, von der Ge-meindeschuldverwaltung von Florenz, bei welcher diese Summeauf den Kopf der Caterina, meiner Frau, eingeschrieben, undam so. Juni 1448 zahlbar ist." Es war der sogenannteMonte delle Doti, eine bei solchen Wechselfällen des Geschickszwiefach wohlthätige Einrichtung. Der Vater schrieb die neu-geborne Tochter, unter Zahlung einer verhältnismäßigen Summefür ihre künftige Mitgift ein, welche ihr bei der Verheiratungnach gewissen Normen ausgezahlt wurde. Starb das Kindjung, so wurde die Hälfte der stipulirten Mitgift dem Vaterzurückgezahlt. Das allgemeine Vertrauen kam dieser Insti-tution entgegen, welche allmälig beträchtliche Kapitalien sam-melte. Aber schon im ersten Decennium nach der RückkehrCosimo's de' Medici, begann das Regiment, unter dessen Ver-antwortlichkeit die Gelder verwaltet wurden, dieselben zu Partei-zwecken anzugreifen, und somit den Credit der Anstalt zu er-