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Alcssandra Strozzi.
möglich. Mona Alessandra und die Ihrigen sind wohl; ich sagenichts über sie, da sie selbst Dir schreiben wird. Neuigkeitenmelde ich Dir nicht, ausgenommen den Tod des Herzogs vonMailand (Filippo Maria Visconti starb am 13 . August 1447 ),wovon ihr jedoch durch Handelsbriefe unterrichtet sein müsset.Sonst bleibt mir nichts zu sagen. Christus beschütze Dich."
Wie man sieht, bahnte sich ein herzliches Verhältnis an, undein solches hat immer unter den Verwandten bestanden. DieParenti stammten aus dem Mugello, der im Norden vonFlorenz zu der Apenninenkette aufsteigenden, hügelichten Land-schaft, die von der Sieve durchströmt wird, welche zehn Millienöstlich von der Hauptstadt in den Arno fällt, waldreich mitvielen fruchtbaren, theils anmutigen, theils ernsten Strichen,mit zahlreichen Ortschaften und Villen in gesunder Lage. Siewohnten in Via del Cocomero, und hatten ein Seidenwaaren-lager im Mercato nuovo. Seit der Mitte des 14 . Jahr-hunderts hatten sie in der Signorie gesessen, und aus Letzt-willensverfügungen ersieht man, daß die alte gute -florentinischeSitte, der Wohlthätigkeitsanstalten nicht zu vergessen, bei ihnenfortlebte. Auch eine andere gute Sitte lebte in ihrem Hause,die der Aufzeichnungen über häusliche und öffentliche Ereignisseund Angelegenheiten, denen die späte Nachwelt einen reichenSchatz historischen Materials verdankt. Piero Parenti, Marco'sund der Caterina Strozzi Sohn und somit Vetter im erstenGrade des jüngern und berühmtesten Filippo, erbte diese Sittevon seinem Vater, und bewährte sich als Meister, indem er dieumfangreiche Geschichte seiner eigenen Zeit, der von 1476 bis1518 reichenden zweiundvierzig Jahre schrieb, die nicht wie vielesÄhnliche durch den Druck veröffentlicht ist, aber in nicht wenigenFällen zur Ergänzung oder Berichtigung der Nachrichten ausdieser an Chronisten reichen Zeit dient, während sie bemerkens-werthe Züge zur Charakteristik der handelnden Personen liefert.Marco Parenti's zahlreiche Briese an seinen Schwager macheneinen durchaus vorteilhaften Eindruck und zeigen ihn als einenwohlgesinnten, theilnehmenden, verständigen Mann von gesundemUrteil, und mit jener Einsicht in die politischen und admini-