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Kleine historische Schriften
Entstehung
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Alessandra Strozzi.

aus, später gleichfalls nach Neapel zu gehn.Ich möchte lieberin Neapel sein als hie/. Es ist nicht so weit von dort nachFlorenz, die Stadt ist schöner und herrschaftlich, und es befindensich da so viele Landsleute, daß ich wie in der Heimat zusein glauben würde." Er bat die Mutter, falls sie 400 Gold-gulden, die ihm gehörten, flüssig machen könne, sie ihmzu senden, da er sodann, sei es in Valencia, sei es in Neapel,als Theilnehmer in die Geschäfte der Verwandten eintretenund seine Stellung wesentlich verbessern könnte.Seid gutenMuthes, denn ich hoffe noch, unser Haus wieder auf einengrünen Zweig zu bringen." Die Hoffnung des Jünglings istnicht fehlgeschlagen: der reife Mann ist einer der wohlhabendstenund geachtetsten Bürger von Florenz geworden und hat dieGröße des Hauses begründet.

Schon im folgenden Jahre 1447 er war noch nichtzwanzig alt ging sein Wunsch in Erfüllung. Niccolü zog ihnin das neubegründete neapolitanische Handelshaus, das nach-mals unter seiner eignen Leitung so große Bedeutung gewinnensollte, während der jüngere Lorenzo Valencia mit Avignon ver-tauschte, welches damals unter den französischen Handelsplätzennur Lyon an Bedeutung nachstand, und von den Florentinernstark besucht wurde, wie denn heute noch ein im 15. Jahr-hundert dorthin verpflanzter Zweig der Cambi daselbst, in demHause der Marquis de Cambis d'Orsan, blüht.

Während seines Aufenthalts in Spanien scheint Filippovon jugendlichem Leichtsinn nicht frei geblieben zu sein. Wirersehen es aus einem Briefe seiner Mutter, aus der Zeit alser in Neapel war, dem ältesten, der uns von ihr erhalten ist.Sorge dafür, mein Sohn, Dich so zu benehmen, daß Dumir Freude bereitest, während Dein Verhalten mir einst sovielen Kummer gemacht hat. Beachte Deine Stellung undwas Niccolö für Dich gethan hat. Du solltest den Bodenküssen auf dem er wandelt, denn Du hast gegen ihn mehrVerpflichtung, als gegen Vater und Mutter, da er sich gegenDich benommen, wie kein anderer gethan haben würde. Darumsei dankbar gegen ihn, und erkenne die Wohlthaten an, die er