Heiraten und Farnilienverhiiltnijse.
Noch weilte der älteste Sohn Alessandra's in Valencia, alsder jüngere dort eintraf. Die Eigner der Handelsgesellschaftder Strozzi befanden sich in glücklichen Vermögensverhältnissen.Das Kapital belief sich auf 25,000 Goldgulden, und die Ge-schäftte waren so blühend, daß sie alle Aussicht hatten, esbinnen wenigen Jahren zu verdoppeln. Der eine von ihnen,Filippo, hatte in Barcelona eine Kapelle erbaut, die ihn2000 Gulden kostete; das mormorne Familienwappen wardie Arbeit eines florentiner Künstlers. Beweis genug, daß esmit Recht von ihnen hieß, es liege ihnen am Herzen, sichdankbar zu erweisen für die vom Himmel ihnen verlieheneGunst. Wenn nun aber die drei Brüder keine Lust zeigten,nach der Vaterstadt zurückzukehren (wie viele Florentiner sindim Auslande, namentlich im südlichen Frankreich geblieben, jaauf den portugiesischen Inseln des Atlantischen Meeres ansässiggeworden!), so dachten sie nicht daran, sich aus Spanien zubeschränken. Am 14. August 1446, meldete der junge Filippoder Mutter, seine beiden Verwandten ständen im Begriff, einHaus in Neapel zu gründen, welches am 25. März des fol-genden Jahres, dem florentinischen Jahresanfang, eröffnet werdensollte. Niccolö beabsichtige dem neuen Hause in Person vor-zustehn, der Bruder einstweilen in Valencia zu bleiben, woauch er mit Lorenzo, für die nächste Zeit noch verweilen werde,er, als der zweite im Geschäft. Doch drückte er die Hoffnung