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Alessandra Strozzi.
Nur an wenigen Tagen fanden größere Festlichkeiten statt.Die glänzendsten und populärsten, die am Johannistage, hattenzugleich kirchlichen und nationalen Charakter; andere feiertenbedeutende historische Ereignisse, während noch andere, so dieEpiphanie, der Mai- und Augustanfang, selbst über die An-fänge christlicher Zeit hinausreichten und an altrömische Tra-ditionen anknüpften. In den Familien gaben meist nur dieHochzeiten zu größeren Versammlungen Anlaß. Vornehmeveranstalteten bei solchen Gelegenheiten wol öffentliche Feste,zu denen die halbe Stadt eingeladen wurde, so daß man nötigerachtete, die Zahl der Gäste gesetzlich zu beschränken, wobei siejedoch immer noch sehr bedeutend blieb. Wenn die Räumenicht genügten, wurden wol im 15 . Jahrhundert anstoßendePlätze in Festsäle umgeschaffen, wie es auch in Rom und ander-wärts geschehen ist. Die Loggia war für die Zusammenkünfteder Männer bestimmt, und ihre Geselligkeit schloß Geschäfteund öffentliche Angelegenheiten ein. Die Anwesenheit fürstlicherund anderer hochstehenden Personen wurde wol aus Staats-kosten gefeiert, wobei dann den Frauen ihr Theil zufiel. Sogeschah es bei den Festen, welche die Stadt im Jahre 1433den Gesandten des zur Kaiserkrönung nach Rom ziehendenKönigs Sigmund von Luxemburg, zwei Jahre später FrancescoSforza gab, an dessen Freundschaft der schon ans Ruder ge-langten Mediceischen Partei nicht wenig gelegen war, langeJahre bevor er mit ihrer Hilfe zur Herrschaft über den schönstenTheil Oberitaliens gelangte, aber seine Tüchtigkeit als Feldherrschon bewiesen hatte. Wir besitzen die ausführliche Schilderungdes erstern dieser Feste, wobei Alessandra de' Bardi, die schöneTochter eines der edelsten Geschlechter, Braut eines Jünglingsaus angesehener Familie, so beim Tanz wie beim Bankett aufdem großentheils in einen Festraum umgeschaffenen Platze vordem Palast der Signorie, durch Gewandtheit, Anmut undsittige Haltung alles entzückte. Als im April 1459 PapstPius II., zum Congreß nach Mantua ziehend, in Florenz war,wurde ihm zu Ehren unter anderen Festlichkeiten, Turnier,Jagd und Triumphzug, auch ein Ball mit vornehmen Frauen
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