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Kleine historische Schriften
Entstehung
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17
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Eine florentinische Edelfrau im 15. Jahrhundert. 17

Khbele als Gott Vater, Sohn und heiligen Geist nennenlehrt, welche die zarten und noch ohnmächtigen Gemüther durchOpfer vor den falschen Gottheiten vergiftet, die von der Wahrheitabtrünnige Natur im Schoße des Unglaubens großzieht."

Das Heil der Kinder soll die vornehmste Sorge derEltern sein. Gott hat dir nichts Köstlicheres verliehen; Ihmdienest du mehr, indem du die dir geschenkten Kinder zu bravenMenschen erziehst, als wenn die Erde dein wäre und du sie inAlmosen vertheiltest. Auf Höheres kannst du nicht sinnen, alsdaß du sie vielmehr tugendhaft als reich machest, sie im Innernbesser als im Äußern kleidest. Laß die Söhne im Lesen unter-weisen so gut als Möglich. So wie die Welt heutzutage be-schaffen ist, wirst du sie großen Gefahren bloßstellen, wenn dusie zu Klosterbrüdern oder Klerikern zum Lernen sendest. Siesind wie sie sind, und die Knaben werden wenig lernen. VorZeiten gingen aus deren Händen unterrichtete und tüchtigeMänner hervor, heute aber ist alles Erdreich zum Heumachenfür Pferde und anderes. Schickst du sie in die öffentlicheSchule, wo eine Menge zuchtloser und verkommener Bubenzusammenströmt, so ist Gefahr, in einem Jahre zu verlieren,was man in sieben gewonnen. Lehrer im Hause heischen großeVorsicht. Gieb selber so gut du vermagst auf die Söhne acht.Sei nicht weichherzig, wenn sie Züchtigung verdienen, aberebenso wenig grausam; belohne sie, wenn sie es verdienen,denn Belohnung ermuthigt."

Von der speziellen Beziehung auf das, was einer gewisser-maßen im Witwenstande lebenden Mutter im häuslichen Kreisezu thun obliegt, geht das Buch zu Betrachtungen und Vor-schriften über, auf welche die damaligen Zustände von Florenzeinen Wiederschein werfen. Die Söhne sollen vorerst inGottesfurcht, ohne welche nicht Gedanke noch Wort noch Hand-lung löblich ist und fruchtet, sodann in Ehrfurcht vor ihrenVorgesetzten und im Eifer für das allgemeine Beste erzogenwerden, bereit zu jeder Probe und Anstrengung für die Ver-teidigung der Heimat, fern vom Parteiwesen, weil der Partei-mann die Gemeinde nicht schützt, sondern sie zerfleischt, und

v. Reumont, Kl. hist. Schriften. 2