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Kleine historische Schriften
Entstehung
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Alessandra Strozzi.

durch Theilung schwächt. Von Kindheit an sollen sie angehaltenwerden, täglich für das Wohl der Heimat zu beten. NichtGneisen noch Gibellinen sollen sie werden, sondern gerechteFlorentiner. Ihr leibliches wie ihr geistiges Wohl kommtdabei in Betracht. Das leibliche, weil der Parteimann demExil ausgesetzt ist, welches bald die eine bald die andere Factiontrifft. Das geistige, weil das Paradies, die göttliche Einheit,nur dem geöffnet ist, der auf Erden die Einheit anstrebt.Charakteristisch für Zeit und Stimmung ist der Rath, dieSöhne nicht den Waffen zu widmen, hätten sie selbst Neigungdazu.Der Soldatenstand", heißt es,ist dem Laster zu sehrergeben; selbst wenn er für Christus kämpft, läßt er nicht abvon Unehrbarkeit und wüstem Treiben. Sagst du, der Staatbedarf der Krieger, so antworte ich, er bedarf auch der Büttel,darum wirst du doch nicht wollen, daß deine Söhne Büttelwerden. Antwortest du, aus den Söhnen werden Ritterwerden, so werfe ich dir ein, daß die meisten Ritter durchdie That ihre Ritterpflicht Lügen strafen. Sie leisten den Eid,das Recht mit dem Schwert in der Hand bis zum Tode zuverteidigen, und oft sind sie die ersten es zu verletzen." Diesist zu einer Zeit geschrieben, wo der Bürger die Waffen längstaus der Hand gelegt hatte, und dem fremden Söldnerwesen,das eine Art Raubrittertum geworden, einheimische Soldheeregefolgt waren, bei denen die Kriegskunst sich ausbildete, echtermilitärischer Geist aber ebenso wenig wie bei den Soldaten deralten Compagnien möglich war, die sich in allen Herren Ländernrekrutirten.

Nicht minder charakteristisch aber ist bei dem Klosterbruder,welcher seine Zeit so gut kannte, die Warnung vor der über-großen Vertraulichkeit zwischen der Frau und dem Klerus.Wie er von dem Klosterunterricht dachte, sahen wir; wo er zuöfterer Beichte räth, fügt er hinzu, nähere Bekanntschaft mitdem Beichtvater sei zu vermeiden. Das Leben der Witwe,heißt es, könne eine dreifache Richtung nehmen, im Kloster, inentsagender Zurückgezogenheit, im Familienhause.Fühlst dudich berufen zum Eintritt in den geistlichen Stand, so hüte