8. Der Ausfall der Franzosen am 25. Juni 1669.
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1. Vorhut, unter dem Brigadier der Infanterie Dampierre: 50 Grena-diere, 400 Mann Freiwillige (6ulant8 pwrclns) aus allen Regimentern und3 kleinere Kavallerietrupps.
2. Gros, unter dem Generallieutenaut de Bret: 6 Regimenter Infanterie(22 Kompagnien) und 4 Kavallerietrupps.
3. Eine Zwischenpostiruug (Sonderreserve für die Vorhut), unter demBrigadier der Garden Castelan: die Gardetruppen und 100 reformirte Offi-ziere,*) etwa 600 Mann.
4. Allgemeine Reserve, unter dem Brigadier der Kavallerie Choiseul:6 Regimenter Infanterie (21 Kompagnien) und 4 Kavallerietrupps.
5. Marinetruppen, unter dem Admiral Herzog von Beaufort: 1500 Mannin drei Bataillonen mit verschiedener Kompagniezahl formirt. Jede Kom-pagnie stand unter dem Befehl desjenigen Kapitäns, von dessen Schiff sieentnommen war.
Sämmtliche Truppen versammelten sich in der Nacht vom 24. zum25. Juni im Hauptgraben des Forts San Demetrio, und hier gab Noaillesseine näheren Befehle aus. Die Vorhut, unterstützt von der Zwischenpostirung,sollte die linke Flanke der Türkischen Verschanzungen und Laufgräben, dasGros dagegen die Batterien auf den Höhen angreifen, die allgemeine Reservezunächst eine Stellung zwischen den Türkischen Angriffs arbeiten vor Sabioneraund Neu-Candia nehmen und später dem Gros folgen. Die Marinetruppen,denen Noailles zur Leitung der infanteristischen Maßregeln seinen marckollaläs camp Colbert beigegeben hatte, sollten so lange das Glacis des FortsSan Demetrio besetzt halten, bis die Batterien genommen seien, dann aberihrerseits die Türkischen Laufgräben mit zwei Bataillonen in der Front, mitdem dritten dagegen in der rechten Flanke, also längs des Meeres, angreifen,so daß die Vertheidiger zwischen zwei Feuer gerathen mußten.**)
Um den Truppen, namentlich der Kavallerie, das Herauskommen ausdem Graben zu erleichtern, war dessen Kontreskarpe an mehreren Stellenrampenförmig abgestochen worden. Eine Stunde vor Tagesanbruch begannder Vormarsch und zwar mit solcher Ruhe, daß die Türken nichts davonmerkten. Sämmtliche Kolonnen nahmen zunächst eine Aufstellung in Schlacht-ordnung in der linken Flanke der Türkischen Laufgräben an dem Wege vonNeu-Candia nach Sabionera auf einer Anhöhe. Als es anfing Tag zuwerden, bemerkten die Franzosen auf Musketenschußweite vor sich einzelneErdwerke und Nedouten, welche die Flanken der Türkischen Laufgräben deckten,sowie zahlreiche Lagerzelte und Hütten. Sofort gab Noailles das Zeichenzum Angriff für die Vorhut. Unterstützt durch einen Theil der Garden, be-mächtigte sich diese der feindlichen Redouten im ersten Anlauf und drang so-
Die übrigen reformirton Offiziere waren auf die Infanterie-Regimenter vertheilt.
**) Diesen sehr künstlichen Plan hielt Noailles für so vorzüglich, daß er ihn späterden Denkwürdigkeiten seines Lebens einverleibte.