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5. Ereignisse zur See im Jahre 1668.
Insel, die schon im Beginn des Krieges an die Türken verloren gegangen war,wurde durch zwei Forts vertheidigt. Das kleinere, Turlnru genannt, lag auf derhöchsten Bergspitze, war ganz verfallen und nicht besetzt. Das größere,S. Marina, befand sich auf dem nordöstlichsten Ausläufer der Insel und ent-hielt außer einigen eisernen Geschützen eine Türkische Besatzung von etwa100 Mann. Es hatte, dem Gelände angepaßt, drei Fronten, zwei nach derSee zu gerichtet, von der ungefähren Länge von 300 m; die dritte, die Land-front, war durch zwei Halbbastione gebildet, deren äußere Spitzen etwa200 m von einander entfernt lagen. In dem der See zugekehrten Winkelerhob sich ein starker zur Geschützvertheidigung eingerichteter Thurm, an densich rechts und links noch andere Batteriestände anschlossen. Die Mauernwaren niedrig und ohne Erddeckung, doch konnte das Werk im Ganzen alssturmfrei gelten.
Auf einem am 30. Juli bei Rospigliosi stattfindenden Kriegsrath wurdenun der Angriff auf das Fort S. Marina für den 3. August festgesetzt.Obwohl dem Namen nach der päpstliche Admiral den Oberbefehl über diegesammte Flotte führte, gab doch 'Morosini die Angriffsdisposition aus.Sie lautete:
S. Teodoro, an Bord der „Capitana generale",den 2. August 1668.
Die beiden Galeassen der Kapitäne Navagiero und Benzon werden sichso nahe wie möglich vor der rechten (nördlichen) Front des Forts S. Ma-rina vor Anker legen, um diese zu beschießen; in gleicher Weise die Galeassender Kapitäne A. Morosini und Pasqualigo vor der linken (südöstlichen) Front.Dem der See zugekehrten Winkel gegenüber aber werden sich die GaleassePisanis, die drei Admiralsschiffe, sowie zwei Päpstliche, vier Venezianischeund vier Maltesische Galeeren aufstellen. Auf die rechte Seite des Forts werdensich ferner sämmtliche Kähne und Barken der Päpstlichen Flotte begeben, umdort mit einem Mal 220 Soldaten des heiligen Vaters zu landen. Zu ihremSchutze werden sie von den beiden noch übrigen päpstlichen Galeeren begleitet.Auf der linken Seite des Forts wird ein gleiches von sämmtlichen Kähnenund Barken der Maltesischen Flotte, geschützt von den zwei noch verbleibendenGaleeren des Ordens, geschehen, um dort 280 Mann Maltesischer Truppenzu landen. Hieran schließen sich zwei Venezianische Galeeren mit Kähnenund Barken zum Landen von 300 Soldaten der Republik an. Diese sechszuletzt genannten Galeeren haben bei der Beschießung des Forts nicht mit-zuwirken sondern nur das Aus- und Einschiffen der Landungstruppen zu decken,falls der Feind hiergegen einen Ausfall machen sollte. Die Ausschiffungenmüssen außer Schußweite vom Fort stattfinden und zwar an einem Orte,wo Platz vorhanden ist, um die Truppen zum Angriff zu formiren. Fürden Beginn der Ausschiffung wird von der Galeere Sr. Excellenz des Ad-mirals Rospigliosi ein Zeichen gegeben werden. Ebenso werden die zur