5. Ereignisse zur See ini Jahre 1668.
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Schlacht entstandenen Lücken wieder ausfüllte. Dieser Sieg war von großerBedeutung für den Fortgang des Krieges. Er bewies von Neuem dieUeberlegenheit der Republik zur See, er erweckte frische Hoffnungen inVenedig und gab dort den Anstoß zn einer Wiederbelebung der Rüstungen.Vor Allem aber machte er es der in den Dardanellen bereitliegenden Tür-kischen Flotte unmöglich, nach Candia zu gelangen. Morosini begab sichnämlich, nachdem er den in der Schlacht erlittenen Schaden an seinen Schiffenausgebeffert hatte, mit einem Theil der Flotte in den Archipelagns, um dortden Türkischen Zufuhren aufzulauern, während er den Proveditore Cornaromit dem Rest der Schiffe*) in den Gewässern von Candia kreuzen ließ.Da aber die Türkische Flotte in den Dardanellen durchaus keine Mienemachte, ihren sicheren Aufenthalt zu verlassen, so kehrte der GeneralkapitänAnfang Mai wieder nach Candia zurück und vereinigte sich dort mit denGaleeren Cornaros.
Inzwischen hatten sich aber auf der Flotte Fälle von Pest gezeigt, diemit der in der Seeschlacht bei Fodella gemachten Beute von den TürkischenSchiffen eingeschleppt worden war. Um diese schreckliche Krankheit nicht auchin die belagerte Festung zu übertragen, brach Morosini sofort jeden Verkehrdes Landheeres mit der Flotte ab und führte diese in die Bucht von Canea.Die Leitung der Vertheidigung in Candia übergab er dem neuen General-Proveditore Nani, der in dieser Stellung seinen Vorgänger Antonio Barbara**)abgelöst hatte. Bei der nur etwa 13 km von Canea entfernten InselS. Teodoro lagen nun die Venezianischen Schiffe bis zu ihrer Vereinigungmit den Päpstlich-Maltesischen am 8. Juli. An diesem Tage, einem Sonn-tage, morgens 10 Uhr erfolgte die feierliche Begrüßung der verbündetenFlotte. Ueberall wurden die Flaggen gehißt, die Venezianer salutirten zuerstmit drei Königssalven aller Geschütze und Musketen, und die Päpstlichenund Malteser antworteten in gleicher Weise. Bald darauf erschien Morosiniauf dem Admiralschiff Nospigliosis im rothen Galagewand, begleitet vonseinen acht rangältesten Offizieren.***) Er sprach sich sehr ausführlich über die
*1 5 Galeere» und 7 Hochbordschiffe. Außerdem kreuzte bei Cap Salomon einGeschwader von 10 Hochbordschiffen, und eZ befand sich eine größere Zahl desarmirteeFahrzeuge im Hafen von Candia.
**) Vergl. Seite 123.
***) Diese waren:
1. Leonardo Moro, provsctitors straoräinario ct'arniata (Admiral der ge-sammten Flotte);
2. Lorenzo Cornaro, provsciitoro oräinario ct'armata (Vizeadmiral);
3. Girolamo Navagiero, oapito.no straorclinario ttotls Aatsar^s;
4. Giuseppe Morosini, oapitano straoräinario ästls Autors;
5. Alessandro Molini, oapitano straorttinario ästto navi;
6. Aloise Magno, oapitano straoräinario in Aotko (Kommandant sammtlicherHäsen im östlichen Mittelmeer);
7. Faustino da Riva, tononto Aonorats (Kommandant der Seesoldaten);
8. Angela Morosini, oomrnissario paZatoro (Intendant).