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Der Kampf der 38. Infanterie-Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht bei Vionville - Mars la Tour am 16. August 1870
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Anhang.

Nr. 24 zu «eite 48.

Oberstlieutenant Sannow versammelte am 25. August 1870 die Offiziere desRegiments Nr. 16 zu einer Besprechung über den Angriff. Hierbei wurde fest-gestellt, daß die 9. und 12. Kompagnie auf dem rechten Flügel der anderenKompagnien des Regiments Nr. 16 theils die Schluchtsohle erreicht hatten, theilsüber diese hinaus bis in die vorderste Linie gelangt waren. Auch die Fahne desFüsilier-Bataillons ist innerhalb der Schlucht gewesen, wie die eingehendenErmittelungen des Regiments Nr. 16 aus dem Jahre 1885 ergeben haben. VonUnteroffizier Dörmann (12./16) wird berichtet, daß er beim Vorgehen gegen dieSchlucht vorgesprungen sei und mit seinem Faschinenmesser im heftigsten Feuer-unmittelbar an der Schlucht einen Durchlaß in eine das Vorrückenhindernde Hecke gehauen habe. Portepeefähnrich Hesse (9./161 schreibt: „EinTheil der 9. Kompagnie war noch über den Schluchtgraben hinausgelangt undbefand sich in den Reihen der 10. Kompagnie und rechts von ihr."

Auch Lieutenant Hilken (9./57) sah von derselben am Wege nachS t. Marcelhinziehenden Hecke, hinter der sich Oberstlieutenant Sannow vorüberg ehend,der verwundete Lieutenant v. Hövel bis zu seiner Gefangennahme befanden, dasvorwärts dieser Hecke liegende Halbbataillon Ohly zur Schlucht hinab-eilen und in ihr verschwinden.

Nr. 25 zu Seite 48.

Das im September 1870 eingereichte Gefechtskroki des Regiments Nr. 16bezeichnet als die in Rede stehende Ouervertiefung die schwache, gegenüber derTronviller Waldecke zur Schlucht hinunterführende Mulde. Das flankirendeVorgehen des Französischen linken Flügels wurde dadurch begünstigt, daßsich der Thalgrund dort, wo ihn der rechte Preußische Flügel erreichte, nach Nord-osten umbiegt und daß er von den Tronviller Büschen aus nicht einzusehen war;doch beobachtete Premierlieutenant v. Warendorff (I./57) vom Walde aus deutlichden unter Musik von der Höhe herab erfolgenden Vorstoß der FranzösischenMassen, wobei eine Mitralleusen-Batterie — es war die der Division Grenier —mit vorging, indem sie ihre Geschütze in den Bataillons-Zwischenräumen auf-fahren ließ.

Nr. 26 zu Seite 49.

Avantageur Opderbeck (12./57), der verwundet nahe der Schluchtsohle lagund dort alsbald von Franzosen ausgenommen und nach Bruville geschafft wurde,berichtet: „Die Franzosen, die bis dahin hinter Getreidegarben gelegen hatten"— vergl. S. 33 —, „so daß man nur die Käppis wahrnehmen konnte, erhobensich und stiegen den Hang hinab. Zuerst kamen alte Soldaten (Troupiers) mitzahlreichen Ehrenzeichen, dann eine dichte Schützenlinie und schließlich Kolonnenmit dem Adler." Aehnlich äußert sich Avantageur Sannow (7./16): „Ich bliebin der Schlucht mit verwundeten Leuten liegen. Sehr bald erschienen die erstenvereinzelten Franzosen auf dem Nordrande der Schlucht, durchliefen diese understiegen den südlichen Rand . . . Den einzelnen vorausgelaufenen Schützen desFeindes folgten stärkere Schwärme."