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Der Kampf der 38. Infanterie-Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht bei Vionville - Mars la Tour am 16. August 1870
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Anhang.

geführt hatte. Die in denKritischen Tagen" Band Ich S. 66 gegebene Schil-derung von der Lage an den Tronviller Büschen zwischen 3 und 4 Uhr nachmittagstrifft, wie die Gefechtsberichte erweisen, nicht zu; im Besonderen hat ein Angriffauf die Batterien bei Vionville von den Tronviller Büschen aus nie stattgefunden.

Nr. 3 zu Seite 14.

Das Kriegstagebuch des X. Armeekorps sagt, daß um 10 Uhr morgensbei Ionville der erste Kanonenschuß gehört wurde. Auch bei der 1. Garde-Dragoner-Brigade wurden nach ihrem Gefechtsberichte die ersten Schüsse um dieseZeit gehört. Wahrscheinlich rührten sie von den um 10 Uhr morgens in Thätigkeittretenden Französischen Batterien her, die, weil nach Westen gefeuert wurde, dortauf größere Entfernungen zu vernehmen waren, als das nach Osten gerichteteFeuer der Preußischen Batterien, die eine Stunde früher den Kampf eröffnet hatten.

Nr. 4 zu Seite 17.

Wahrscheinlich kehrten die beiden Vierpfünder-Batterien der DivisionGrenier mit den Truppen, die ihren Rückzug deckten I. Bataillon Linien-Regiments Nr. 64, Jäger-Bataillon Nr. 5 ohne 3. Kompagnie in das Lagerwestlich Doncourt zurück. Die Französischen Berichte, in denen betont wird, daßnur die Mitrailleusen-Batterie der Division Grenier auf der Höhe nördlich derBüsche wieder aufgefahren sei, schweigen von einer weiteren Gefechtsthätigkeit dergenannten Truppentheile. Ein Bataillonskommandeur des Linien-Regiments Nr. 13berichtet:Am 16. August ist die Batterie, welche die Bewegungen des von mirkommandirten Bataillons unterstützte, gegen 4Vs oder 5 Uhr abends verschwunden ...Der Divisionskommandeur sagte, indem er dies mittheilte, zu mir: »Sprechen Sienicht darüber zu Ihren Leuten, um sie nicht zu entmuthigen!«" Bei den Befürch-tungen des Generals Ladmirault für seine rechte Flanke erscheint eine Entsendungvon Infanterie zum Schutze der Lager bei Doncourt mit Zelten, Gepäck undBagagen des ganzen Korps nicht ausgeschlossen. Hiermit stimmt auch die Angabebei Bonie I,a cavalsris kraoyaiss S. 79 überein, daß die geschlageneKavallerie des Französischen rechten Flügels Aufnahme durch das Jäger-BataillonNr. 5 fand, welches das Bois de Greyore nördlich La Grange Ferme besetzt undsich hinter den Bäumen der Straße nach Verdun postirt habe.

Nr. 5 zu Seite 22.

Lieutenant Brade vom Dragoner-Regiment Nr. 9 befand sich in der Nachtvom 15. zum 16. August bei den Vorposten der 19.'Division vorwärts Thiaucourt.Er erwirkte sich von dem Vorpostenkommandeur, Oberst v. Brixen, die Erlaubniß,eine Patrouille in der Richtung auf Metz zu reiten, und bemerkte aus der Gegendvon Tronville nach Norden und Osten hin den ganzen Horizont roth von denausgedehnten Biwakfeuern der Franzosen. Auch traf er dort ein von Metz kom-mendes Gefährt, dessen Besitzer ihm mittheilte, der Kaiser Napoleon sei mit derArmee im Abmarsche von Metz nach Verdun, er habe den Kaiserlichen Wagenzugam Morgen bei Metz gesehen, und wenn die Patrouille weiter vorreite, käme siemitten in die Französischen Lager hinein. Lieutenant Brade traf in der Morgen-dämmerung wieder bei den Vorposten ein und erstattete dem Obersten v. BrixenBericht.Dieser schien" schreibt Lieutenant Brademeiner Meldung wenigGewicht beizulegen und sie als romanhaft zu betrachten, denn er meinte lächelnd:»Das wird so schlimm nicht sein.-"