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Der Kampf der 38. Infanterie-Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht bei Vionville - Mars la Tour am 16. August 1870
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II. Der Angriff des Generals v. Schivartzkoppen.

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Tronviller Büschen. Hier ging das X. Armeekorps am 18. August 1870anstandslos in geschlossenen Massen über die Schlucht.

Beide Schluchthänge sind an einigen steileren Stellen, die nicht beackertwerden können, mit Gestrüpp bedeckt, ans dem einzelne Bäume emporragen.Von der Brnviller Straße bis 200 in weit nach Osten verdichtet sich aufdem nördlichen Hange das Dorngestrüpp zu einer nur von einigen Stein-brnchlöchern unterbrochenen und von Hecken umschlossenen dichten Masse, dieein Ueberschreiten der Schlucht in diesem Raume unmöglich macht.Bei der stark gewölbten Form des nördlichen Schluchthanges läßt sich erstvon einer etwa 125 in nördlich der Schluchtsohle gezogenen Linie der Aus-blick ans die Hochfläche gewinnen, die dem Beschauer wie eine weitansgedehnteEbene erscheint. Die Schlnchtsohle hat eine durchschnittliche Breite von 25 in.An dem sie durchziehenden flachen, im Sommer meist trockenen Graben stehenhohe Pappeln und Kopfweiden, zwischen denen stellenweise Gebüsch wuchert.

Der Weg von Mars la Tour nach St. Marcel wurde fort, wo erüber die Höhen südlich der Schlucht führt, von einer Hecke begleitet. Dieseist westlich der hohen Pappel bald nach dem Feldzuge beseitigt. Sie war imJahre 1870 stark znrückgeschnitten, so daß man bequem darüber hinwegsteigenkonnte, und gestattete einem liegenden Schützen, hindurchzuschießen. Oestlichdes genannten Baumes standen vereinzelte Dornbüsche am Wege mit größerenund geringeren Lücken, wie sie heute noch vorhanden sind; dazwischen wuchertendichte Ginsterbüsche. Der Weg nach St. Marcel folgt hier der alten Römer-straße, deren Fortsetzung an dem Nordrande der Tronviller Büsche entlangführt. Mehrfach erheben sich die Reste dieser Straße um ein Geringes überdas Ackerland, so daß man den Eindruck hat, die den Straßenrand begleitendeHecke stehe ans einem niedrigen Erdaufwurfe. Der einzelne Baum mit breiterKrone, die beschriebene Hecke und eine am Wege nach St. Marcel 1 lcmnordöstlich Mars la Tour gelegene doppelreihige Pappelanpflanznng ließen denOberstlieutenant Schaumann, der die Artillerie der 19. Division befehligte,vermuthcn, daß die Tronviller Büsche sich weiter nach Westen fortsetzten, alsdie Pläne des Generalstabswerkes angebcn.

Am 16. August 1870 waren die Felder zum größten Theil abgeerntetund von Frischem tief anfgepflügt; nur ans der Brnviller Feldmark zog einbreiter Ackerstreifen zur Schlucht herunter, auf dem noch Hafer theils inGarben gebunden stand, theils frisch geschnitten am Boden lag oder schon zu-sammengetragen war. Der Wiesengrnnd östlich und nördlich Mars la Tourwar durch Hecken und Drahtzänne in Weidekoppeln getheilt und stellenweisevon hohen Pappeln umstanden. Das Gehölz südlich der Schlucht 1 üm vonGreysre Ferme hatte einen Bestand von armdicken Fichten mit eingestreutcnalten Eichen, welcher der Bewegung kein Hindcrniß cntgegenstellte. Auf demNordrande der Schlucht, zwischen Greyore Ferme und der Brnviller Straße,lag ein noch jetzt vorhandenes zweites Fichtenwäldchen von geringerer Aus-dehnung, das in den Plänen des Generalstabswerkes nicht erscheint. Der

Kriegsgeschichtliche Einzelschriften. V. (Heft 25.) 3