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Der Kampf der 38. Infanterie-Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht bei Vionville - Mars la Tour am 16. August 1870
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II. Der Angriff des Generals v. Schwartzkoppen.

Haft ist, ob er auf dem nördlichen oder südlichen Höhenrücken steht. Majorv. Scherfs glaubte einen Baum oder eine Baumgruppe zu sehen, die sich aufdem nördlichen Höhenrücken befände.

Thatsächlich rührt die in die Augen springende Erscheinung von einer-einzelnen hohen Pappel her, die am Wege Mars la Tour—St. Marcel aufden Plänen 5s. und 5b des Gencralstabswerkes verzeichnet steht und nochheute vorhanden ist. General v. Scherfs läßt entsprechend dem Eindrücke,den er empfing, in den „Kriegslehrcn" diejenigen beiden Bäume als „Point devue" der Brigade erscheinen, die auf dem jenseitigen Hange des nördlichenHöhenrückens in den Plänen des Generalstabswerkes gezeichnet sind. UnsereDarstellung sieht in dem weithin sichtbaren Baume südlich der Schlucht denRichtungspunkt der Brigade, da seine Lage besser zum Angriffsziele, denBatterien auf Höhenrücken 857 und der „Tronvillcr Waldecke", paßt. Derthatsächliche Verlaus des Angriffs und eine Zeichnung des Generals v. Scherfsaus dem Jahre 1882 sprechen gleichfalls dafür. Die beiden Bäume nördlichder Schlucht wurden im Jahre 1876 beseitigt. Sie waren der Rest einesGehölzes und standen in unmittelbarer Nähe einer noch heute vorhandenenHecke, die einst den östlichen Rand dieses Gehölzes begrenzt hatte.

Wer von dem mehrgenannten einzelnen Baume auf fast ebener Flächein nördlicher Richtung weitergeht, trifft nach 200 w aus einen sich scharfabhebenden Rand, der schroff zu der 50 bis 60 Fuß tiefer gelegenen Schluchtabfällt. Dieser von Westen nach Osten niedriger werdende und fast biszur Schlnchtsohle herunterziehende Rand wird in einer Ausdehnung von200 m durch eine Dornhecke begleitet, an der einzelne Bänme von geringerHöhe stehen. Diese Hecke war im Jahre 1870 in ihrem westlichen Theileetwa mannshoch, sehr dicht und breit; nach Osten wurde sie niedriger undlückenhaft. Der beschriebene Steilrand entsteht dadurch, daß der Kamm dessüdlichen Höhenrückens, der zwischen den Tronvillcr Büschen und der BruvillerStraße ungefähr 500 m Abstand von der Schluchtsohle hat, hier durch dievon Mars la Tour nach Nordosten heraufziehende Mulde bis auf 200 man die Schlucht herangedrängt wird. Aehnliche Verhältnisse zeigen sich östlichder Stelle, wo die Straße von Mars la Tour nach Bruville zur Schluchtherunterführt. Dort schasst ein nach Nordwesten ziehender.Ausläufer desHauptrückens einen in zwei Absätzen zur Schlucht fallenden Steilhang. BeideAbsätze werden in einer Ausdehnung von mehreren hundert Metern von einerDornhecke begleitet.

In dem 500 m breiten Raume zwischen den beiden Steilhängen nördlichdes einzelnen Baumes und an der Bruviller Straße fällt das Gelände ausweiterer Entfernung in nach der Schlucht zunehmender Böschung ab. Mehrereeinige Fuß hohe Absätze begleiten hier die Ränder der von Ost nach Westziehenden und bis auf die Schluchtsohle herunterreichenden Ackerstreifen. Nochsanfter und länger gestreckt ist der von zwei Quermulden gefurchte Abfallzum Grunde zwischen der hohen Pappel am Wege nach St. Marcel und den