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Der Islam und die Wissenschaft : Vortrag, gehaltzen in der Sorbonne am 29. März 1883
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nach, sondern auch ihr Geist hat durchaus nichts Ara-bisches. Sie bedienen sich des Arabischen, diese Sprache,aber ist ihnen eine Fessel, wie das Latein für die Denkerdes Mittelalters eine Fessel war, die sie sich so gut esging zurecht legten. Das Arabische, das sich so sehrfür die Poesie und eine gewisse Art von Beredtsamkeiteignet, ist ein sehr unbequemes Werkzeug für die Meta-physik. Die arabischen Philosophen und Gelehrten sindim Allgemeinen sehr schlechte Schriftsteller.

Jene Wissenschaft ist nicht arabisch. Ist sie wenig-stens mahomedanisch ? Ist der Mahomedanismus fürjene rationellen Untersuchungen irgend eine Stützegewesen? In keiner Weise. Jene schöne wissenschaft-liche Bewegung war ganz und gar das Werk von Parsen,Christen, Juden, Harraniern, von Ismaeliten und Malio-medanern, die innerlich gegen ihre eigene Religionempört waren. Von den orthodoxen Moslemin hat siesich nur Flüche zugezogen. Männin, derjenige unterden Ivhalifen, der am meisten Eifer für Einführung dergriechischen Philosophie entfaltete, wurde erbarmungs-los von den Theologen verdammt; die Unglücksfälle,welche seine Regierungszeit trübten, wurden als StrafenGottes für die Duldung bezeichnet, welche gegen fremde,mit dem Islam unverträgliche Lehren von ihm geübtwurde. Es war nicht selten, dass man, um die vonden Imans zur Empörung gereizte Menge zu beruhigen,die Bücher über Philosophie und Astronomie auf öffent-lichen Plätzen verbrannte oder in die Cisternen warf.Diejenigen, welche mit solchen Studien sich beschäftigten,wurdenZendiks (Ungläubige) genannt; man misshandelte