sächlichen Geistes-ßeschränktheit eines wahrhaft Gläu-bigen, von jener Art eisernen Reifens, der um seinHaupt geschlagen ist und dasselbe der Wissenschaftgeradezu verschliesst, es unfähig macht, irgend etwaszu lernen, irgend eine neue Idee in sich aufzunehmen.So wie es in seine Religion eingeweiht ist, um daszehnte bis zwölfte Lebensjahr, wird das muselmännischeKind, das bis dahin zuweilen noch ziemlich gewecktwar, plötzlich fanatisch, von jenem Dünkel gesättigt,es besitze Alles, was ihm als die absolute Wahrheit gilt,wie über ein Vorrecht über das glücklich, was geradeseine geistige Inferiorität ausmacht. Dieser dummeHochmuth ist das Laster, welches das ganze Sein desMuselmanns bestimmt. Die scheinbare Einfachheit seinesGottesdienstes flösst ihm eine wenig gerechtfertigteVerachtung vor den andern Religionen ein. Ueberzeugt,dass Gott Glück und Macht nach seinen unergründlichenRathschlägen austheilt, ohne auf Kenntnisse noch aufpersönliches Verdienst einen Werth zu legen, hat derMuselmann die tiefste Verachtung vor der Bildung, derWissenschaft, vor Allem, was wir das europäischeGeistesleben nennen. Dieses durch den mahomedanischenGlauben ihm eingeprägte Vorurtheil ist so mächtig, dassalle Unterschiede der Rasse und der Nationalität durchdie einzige Thatsache der Bekehrung zum Islam ver-schwinden. Die Berbern, die Bewohner des Sudan, dieTscherkessen, die Afghanen, die Malaien, die Egypter»die Nubier, welche Muselmänner geworden, sind keineBerbern, keine Afghanen, keine Egypter u. s. w. mehr,es sind Muselmänner. Persien allein macht eine Aus-
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Der Islam und die Wissenschaft : Vortrag, gehaltzen in der Sorbonne am 29. März 1883
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