Druckschrift 
2 (1811)
Entstehung
Seite
70
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70 Vier und dreißigster Brief.

rend die Erde bei ihrer Umdrehung den Punct0 nach L bringt, so entfernt L sich vomMonde, und es muß folglich so wie der Monddem Zenith näher kömmt, seine scheinbare Größeznnchmen, und dieses zeigen die Abmessungenseiner Größe, die man an einem Tage beiverschiedenen Höhen des Mondes anstcllt, auchwirklich. Wollen wir also richtige Schlüsse überdie jedesmalige Entfernung des Mondes vomMittelpunkte der Erde ziehen, so müssen wirseine scheinbare Größe immer dann bestimmen,wenn er uns in einerlei Höhe erscheint, und esläßt sich leicht übersehen, daß wir dann aus-machen können, wie seine Entfernung von derErde sich ändert. Ich kann Ihnen dieses wie-der durch eine Zeichnung klar machen. Zuerstmuß ich die Frage beantworten, wie denn dieEntfernung deö Mondes von mir zugcnommenhat, wenn sein scheinbarer Durchmesser z. B.um 2*ö abnimmt? Bei Gegenständen, dienicht größer erscheinen als der Mond, giltdie einfache Regel, daß die scheinbare Größein eben dem Maaße abnimmt, wie die Ent-fernung zunimmt, das heißt, wenn der Durch-messer des Mondes von 32 Min. auf 29 Min.