Vier und dreißigster Brief. 69
dürfen also nur die scheinbare Größe des Mon-des beobachten, um zu bestimmen, ob er sichimmer in gleicher Entfernung von uns befindet;indcß müssen wir bei den Schlüssen, die wiraus dieser Beobachtung herlciten, nicht verges-sen, daß die Entfernung unsers Standpunctesvom Mittelpuncre der Erve hier nicht als un-bedeutend zu übersehen ist. Die Rücksicht hier-auf nöthiget uns, zuerst zu bestimmen, wiebei einer unveränderten Stellung des Mondesseine scheinbare Größe sich an verschiedenenOrten auf der Erde zeigen wird. Die Zeich-nung (Fig. 43) stellt inL6O die Erde undin k den Mond vor; freilich den letztem nichtum 60 Erdhalbmesscr von ^ entfernt, weildas eine zu große Figur erfordern würde, aberdoch so, daß man sich den wahren Zustandder Sache dabei vorstellen kann. Wenn dieErde sich von 6 nach V dreht, so sieht derBeobachter in L grade den Mond untergchen,ein andrer Beobachter in 6 aber sieht ihn imZcnith, und die Figur zeigt deutlich, daß derMond naher bei 6 als bei L ist, also demBeobachter in 6 größer erscheint als dem in L.Da der Mond eben nicht viel fortrückt, wahr