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1 (1811)
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200 Fünf und zwanzigster Brief.

dichter werden, je näher man der Oberfläche derErde kömmt: so beugt der von einem Sterne kom-mende Lichtstrahl OH sich so nach D zu, daß derBeobachter in L den Stern in I sucht, oder ihnhöher sieht, als er ihn sehen würde, wenn dieLust diese Brechung des Strahles nicht bewirkte.Da die Dichtigkeit der Luft von oben herunterganz allmählig lind nirgends plötzlich zunimmt,so entsteht hier kein so plötzlich gebrochner, son-dern ein langsam gebogener Strahl, dessenKrümmung freilich nicht so groß ist, als die Fi-gur darstellt, aber doch schon viel zu merklich,um bei astronomischen Beobachtungen übersehenzu werden.

Für einen Stern, welcher im Zenith steht,findet keine Brechung des Strahles Statt, weildieser gegen alle gleich dichte Schichten der Lustsenkrecht ist, und deshalb gar nicht zur Seiteabgcienkt wird; je weiter ein Stern ober dieSonne vom Zenith absteht, desto beträchtlicherwird die Ablenkung des Strahles von seinemursprünglich graben Wege, und diese ist daherfür auf- und untergehende Gestirne am größten.Hiervon rührt es her, dass wir die Sonne alle-mal einige Minuten früher sehen, als sie über