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1 (1811)
Entstehung
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199
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Fünf und zwanzigster Brief. 199

schen a k und ad liegender grade durch d,und das Auge sucht nun den Gegenstand nachder Richtung nach welcher der Lichtstrahlzu ihm kömmt, also höher, als wo er sich eigenelich befindet. Diese Brechung des Lichtstrah-les findet fast ohne Ausnahme Statt, wenn einStrahl in schiefer Richtung gegen die Oberflächeeines durchsichtigen Körpers aus diesem heraus-fährt, und in einen andern durchsichtigen Kör-per eintritt, und zwar ändert er gewöhnlichseine Richtung so, daß er sich stärker in diedichtere Materie einsenkt, wenn er hincingeht,dagegen aber seine Neigung gegen ihre Ober-fläche vermindert, wenn er herausgeht. Einvon d nach A gehender Lichtstrahl würde sichdort tiefer hinab nach A a beugen, wenn er beiA aus Luft in Wasser kömmt, statt daß er sichin die dünnere Luft weniger tief hinein bcgiebt,als es bei gradlinichtem Fortgange derMall wäre.

Diese Brechung der Lichtstrahlen findet nunauch bei dem Uebergange derselben in die immerdichteren Luftschichten Statt, in welche er ge-langt, wenn er sich der Erde nähert. Stellt(Fig. 27) die Erde, und OLb' die dich-

tere Atmosphäre vor, deren Schichten immer