64 Zehnter Brief.
so ist an den Instrumenten, womit ich Sie fürjetzt bekannt machen kann, diese Richtung immergenau bestimmt. Sie wissen, daß hierzu einan einem Faden Hangendes Gewicht füglich die-nen kann, weil die Richtung dieses Fadens ganzgenau nach dem Zenith geht, und also die senk-rechte, lothrechte, vertikale Linie (ich setze allediese Ausdrücke hierher, um sic Ihnen auf ein-mal alle bekannt zu machen,) hierdurch genaubestimmt ist. Es kömmt nun nur darauf an, zubestimmen, wie viel die Abweichung der nacheinem Sterne gezogenen Linie von dieser verti-kalen Linie beträgt. —> Hätte man ein Instru-ment, welches, so wie Fig. io zeigt, aus einemin Grade getheiltcn Viertel-Kreise bestände, undworan ein Fernrohr um den Mittelpunktgedreht werden könnte: so würde, wennmit Hülfe eines an L aufgehangencn Gewichtesvertikal gestellt wäre, die Anzahl der Gradezwischen 6 und L allemal die Abweichung desFernrohres von der Vcrticallinic angeben. Wärealso das Fernrohr genau nach einem gewissenSterne gerichtet, so nämlich, daß man diesenStern genau in der Mitte des Fernrohres sähe,so fände man mit Hülfe der Eradtheilung, um
wie