Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
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Erster Brief.

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im Gemüthe eine Stille hervor, zu welcher dieUnruhe des Tages uns nur selten gelangen laßt.Gehen Sie an einem heitern, stillen Sommer-tage am Mceresufer spatzieren, so werden Siesich oft zu ähnlichen Empfindungen gestimmtfühlen. Sie finden sich von der Welt getrennt,das Getöse des menschlichen Treibens dringtnicht mehr zu Ihrem Ohre, und Ihr Auge er-blickt nicht mehr den Schauplatz, auf welchemSie das Jagen nach nichtigen Zielen, denKampf der Leidenschaften, den Druck der Sor-gen zu beobachten, und ach! zu em-pfinden gewohnt waren; nur das leise Tönender ans Ufer rauschenden Wellen unterbricht dieStille, aber weder das Auge noch das Ohrfindet einen Gegenstand, der es anzöge.' DieSinnenwelt ist vor Ihnen verschwunden, undder Geist, der sehnend über die unendliche Fernehinauüstrebt, fühlt sich zu einer Ruhe erhoben,als wenn er schon ganz das Gewühl der Erden-sorgen hinter sich zurückgelassen hatte.

Aber bei dieser Stille des Geistes, welcheuns zu erhabnen Gedanken fähig macht, findenwir nun im Anblicke des Sternenhimmels einenStoff zu Betrachtungen, welche« das unendliche