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1 (1858)
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XX. Bernhard 7. 1730-1 153.

von Gandersheim erstreckte, und die Landeshoheit der Hildesheimi-schen Bischöfe fast in jenem ganzen Landstriche begründete. DerLchns-vcrband, welcher die Winzenburg erst von Bischof Udo her an dieHildcshcimische Kirche knüpfte, hatte schnell Früchte getragen. H

Aus der Zeit der Amtsführung Bernhards ist zu bemerken, daßder König im Jahre 7 743 nach Goslar und Hildeshcim kam, ?) undKönig Conrad gegen das Ende des Jahres 7 750 nach Goslar eilteund sein Lager bei Heilungen (um Werla) aufschlug, daun aber nachGoslar zurückkehrte. 3)

Die Rechte seiner Kirche auf Gandersheim übte Bernhard ruhigans. An die Stelle der Aebtissin Bertha setzte er Luitgardis ein undweihcte sie zu Goslar, als Kaiser Lothar dort Hof hielt, in der Kircheder h. Simon und Judas, nachdem sic ihm eigenhändig den schuldi-gen Gehorsam gelobt hatte. Deren Nachfolgerin Adelheid ließ er,durch sein Augenübel behindert, von dem Paderbornschen BischöfeBernhard eiuwcihen, begab sich aber dennoch nach Gandersheim undließ sich Gehorsam angeloben.

Bernhard hatte das Unglück zu erblinden. Im Jahre 7749tröstet ihn der Abt Wibald von Corvci über den Verlust des Augen-lichts: Trauert nicht, geliebtester Vater, daß ihr das nicht habt, wasdie Wanzen und Würmchen haben, weil ihr habt, was viele Menschennicht haben; nicht, sage ich, betrübt euch, daß ihr jenes nicht habt,womit noch Keiner Gott sah, weil ihr das habt, wodurch die seligsind, welche Gott schauen werden. Unergründlich sind die Verhäng»nisse Gottes, und: O der Tiefe der Weisheit und Wissenschaft Gottes!Wie unbegreiflich sind seine Entschließungen und wie unerforschlichseine Wege! Den Tyrannen und Verwüstern der Kirchen gibt er völligeGesundheit und Ueberfluß an allen Dingen; den religiösen und gelehr-ten Bischöfen entzieht er die Sehkraft, daß sie ihre Heerde mit den

>) Bernhard sagt: castrum IVincendrirx, quoci u 6uodus untece5soribus moiset ir ine ixso coines Ilsrinnnnus in beneüeio insto neeexit nnd unter den beidenVorgängern ist schwerlich der nicht gcweihctc und gewöhnlich nicht mitgczählteBrüning und Bcrthold, sondern Udo und Berthold zu verstehen, von denen der Elfterewohl Gelegenheit hatte, seinen Neffen, den Grafen Hermann, z» einem Lehnsauf-tragc an die Hildcsheimilchc Kirche zu bewegen.

2) Olrrou. reA. s. Uuutuleonis nx. lüecnrel. eorz>. I. 832.

3, Xlbert. 8tnel. 274.

4) Man scheint seine Erblindung, so wie die Erblindung des Probstes Eilbrechtzu Goslar, und die Einäscherung der Stadt Hildcsheim der Untersuchung der Reliquien,welche von Kaiser Heinrich in der Gruft des Domes zu Goslar nicdcrgelegt waren,— das Hcrvornehmcn geschah im Jahre 1144, XIV. Xul. 3uu. I,eueÜ7e1<1, autigg.I>oelcl. 288 — zugcschricben zu haben. Deidn. II. 538, 797. OUroii. I-uued. ux.Lcourä. I. 1378. l-egutii clrron. ux. I,eibii. III.