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1 (1858)
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Lage der Reichspfalz Werla.

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938 von Stedcrburg nach der Bode flüchtenden Hunnen nur vor diesemWarle vorbcigekoinmcn sein können. Letzteres eben so wohl, als dasDasein einer Burg an jenem Orte, kann zugegeben werden, ohne daßdaraus folgte, daß es die Kaiserburg gewesen sei. Der Name aberist nicht von großer Bedeutung und beruhet allein auf dem ZeugnisseFalke's, welcher mit dem Willen, die Rcichspfalz dort zu finden, denOrt besuchte. (Siehe auch die Entgegnung in den Braunschw. Anz.von 1735. C. 361.) Das Patronat-Recht daselbst war übrigens nicht,wie Falke will, vom Reiche denen von Burgdorf, sondern von denHerzogen von Braunschweig denen von Warle, dann denen von Belt-heim geliehen. (Hannov. gel. Anz. von t75I. S. 308.) Jenes warbei unserem Werle der Fall. Auch Bodc's Gründe sind nicht ent-scheidend. Die Reiserouten, welche er anführt, bieten auch dann nichtdie geringste Schwierigkeit, wenn man Werla nach Burgdorf verlegt,und wenn die Sächsischen Kaiser sich bei Schöningen oder in demWalde Ketil aufhalten, so kann dazu die Nachbarschaft einer Pfalz,aber auch gar mancher andere Umstand veranlaßt haben. Klippel(bistor. Forsch. I. 178) hat, jedoch ohne eigene Forschungen und indem Streben, einen Irrthum Falke s zu entdecken, Bode's Gründe fürsiegreich erklärt Möglich ist es allerdings, daß die Pfalz zn Wartoder auf dem Elme gelegen habe, aber nicht sehr wahrscheinlich, undes wird darauf ankommcn, ob sich für das bei Burgdorf ausgcgangeueWerla gewichtigere Gründe anführen lassen. Männer von Ansehenstehen dieser Meinung gewiß zur Seite. Gruber hat wohl zuerst

(Zeit- und Gesch.-Beschr. von Göttingen 1734 I. 87) gezeigt, daßWerla eine Burg bei Goslar gewesen sein müsse. Für Werla beiBurgdorf erklären sich Nolte (Braunschw. Anz. von 1747. Col. >691.Hannov. gel. Anz. von 1751. S. 307); besonders gründlich Grupen(Hannov. gel. Anz. von 1751. S. 367, observ. rer. et unticzc^. Osrm.et Honmimr., wo jener Aufsatz wiederum abgcdrnckt ist, und ein zweiterS. 12), Wcdckind (Noten I. 39. VI. 108 Anm. 390), Vaterl. Arch.1828. II. 220, v. Wersebe (Gaue 196), Vchse (Gesch. Otto s l.)u. A.Holzmann (im Hercynischen Archive 304, 31 t) gibt wenigstens zu, daßes viel für sich habe, die Neichspfalz bei Burgdorf anzusctzen. DieGründe, welche diese Gegend dem Dorfe Warle verziehen lassen, sindfolgende:

Entscheidend ist schon die Schenkungsurkunde vom Jahre 1086 .Es wird daraus gewiß, daß Werla ein kaiserlicher Hof war, was vonWar! überall nicht nachgcwiescn ist. Dieser Hof war ferner von großer

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