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1 (1858)
Entstehung
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425
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Verlegung der Kathedrale von Elze nach Hildesheim. 425

Wie jetzt, und nur die Legende, welche der Sächsische Annalist gibt,war im Umlaufe. Sollen aber cinmal königliche Urkunden entscheiden,so darf auch Heinrichs IV. Begnadigungsbricf von 1065 H angeführtWerden, worin es heißt, ^uoliteo rios rrel rrltnro s. iVInrinL irr loooIliltLirsUs^in eoirstrrietrrin — kovestrim — trneUUinrrrs. Ist derAltar der Maria (hier für Domstift gesetzt) in dem Orte Hildesheimerrichtet, so muß dieser Ort zur Zeit der Errichtung schon vorhandengewesen, nicht erst durch sie entstanden sein. Dasselbe besagt Tangmarin der Angabe, Bcrnward habe mit Ummauerung der Burg, welche erzu Hildesheim begonnen, fortgcfahren. Auch aus diesen Worten gehtganz deutlich hervor, daß die Burg, d. h. Kathedrale, Bischosshofu. s. w., nicht Hildesheim, sondern nur ein Theil davon war, daßHildesheim also unabhängig von dem bestanden haben muß, wasman jetzt als seinen Ursprung, als das erste und einzige Hildesheimbezeichnen möchte.

Auf den Ausdruck oppicluiN 2 ) kann ich kein Gewicht legen, daer unbestimmt ist, und im elften Jahrhundert neben den oben erwähn-ten weit bestimmteren und einige Bedeutung des Ortes ergebendenBezeichnungen des Ortes vorkommt. Den Versuch endlich, den spä-teren Anbau der Stadt in ihren einzelnen Theilen in der Art nach-zuweisen, daß ein beträchtlicher Ort zur Zeit der Stiftung noch nichtvorhanden gewesen sein könne, ch kann ich übergehen; denn ich behauptenicht das Dasein einer ansehnlichen Stadt, und die Ortschaft, die ichim Sinne habe, findet auf dem großen und kleinen Domhofe, ineinem Theile der Bnrgstraße, im Pfaffcnstiege, in der Kreuzstraße, vonwelchen Gegenden ein späterer Anban nicht nachgewiescn werden kann,reichlich Platz. Es war ja im Anfänge des elften Jahrhunderts einsuUui'Uium, eine villa, vorhanden. Im Jahre 996 wohnten in derGegend, wo Bernward die Kreuzcapclle (nachher dem Michaelisklostereinverleibt) bauete, schon so viele Menschen (vloiui iiroolae), daß csräthlich schien, für sie der Capelle das Recht, zu taufen und zu begra-ben, beizulegen (Vita, Ilovnrv. o. 10). Bernward schenkte seinemKloster eine Mühle bei dem Wolde (jetzt eine Straße) in Hildesheim,einen Obstgarten, einen Weinberg, eine Holzung, sechsundzwanzig Haus-stellcn in dem Orte Hildcnesheim selbst. Man sieht, wie umfangreichdieser Ort schon damals auch nach der Seite des Michaelisklosters zu

>) Oi'iM- Ouell. IV. 481 Note Nr. 4.

2) Blum, Gesch. des Fürstcnth. Hlldesh. I. 59.

H Blum, a. a. O. 61.