Druckschrift 
2 (1858)
Entstehung
Seite
259
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XXIX. Heinrich I. 12461257.

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Bischof von Straßburg befahl, an Heinrich alle bischöflichen Güterauszuantworten und belegte dessen Widersacher mit dein Banne. Dieseappellirten an den Pabst ft und ließen Heinrich vor denselben laden;dieser erschien durch Beauftragte, Hermann persönlich, wurde aber mitseinem Ansprüche abgewiesen und ihm Stillschweigen anferlcgt. Damitendigte der Wahlstreit, nur nicht dessen Folgen für die Kirche. DasDomcapitel hatte in der Sache des Bischofs 200 Pfund von Hermannvon Hardenberg ausgenommen und dafür die Domcapitnlarischen Güterzu Hevensen, ein Geschenk der Nichten Bischof Udo's, versetzt. Umdas Capitel zu entschädigen versetzte der Bischof das Vorwerk inHarsum, und fügte den dortigen Zehnten hinzu, weil das Capitelaußerdem 100 Pfund an Hermann, Grasen von Woldenberg, zurUnterstützung des Bischofs gezahlt hatte. ft Hevensen ging wahrscheinlichdurch jene Verpfändung verloren, und auch außerdem hinterließ derBischof viele Taselgüter verschuldet, so daß sein Nachfolger 940 PfundHildcsh. Pfennige auf die Wiedercinlösung verwenden mußte. Derunglückliche Anfang von Heinrichs Regierung mochte überhaupt seineKraft gebrochen haben. Es sind uns nur wenige schriftliche Denk-male seiner Thätigkeit erhalten, und hiervon sind die bedeutendsten dieder Stadt Hildesheim verliehenen Gnadenbriefe. Die kräftig Heran-wachsende Bürgerschaft war von großer Bedeutung für den bedrängtenBischof, und es konnte nicht ausbleiben, daß er sich dieselbe zu ver-pflichten, sich ihr dankbar zu erweisen suchte. Sv verlieh er derselbenschon im Jahre 1249 in Anerkennung der ihm geleisteten Dienste erheb-liche Rechte auf die Befestigung und Bewachung der Burg. 3) Sodannverlieh er den Bürgern das Recht, die Benneburg zu kaufen undniederzureißen, ft nicht weniger die erste schriftliche Aufzeichnung ihresStadtrechts, ft Dennoch fielen die Hildesheimer ihm später ab.

Ungeachtet seiner bedrängten Lage vermochte der Bischof einigeGüter für die Kirche zu erwerben. Er lösete die Vogtei über die Villi-cation Harsum, welche bereits Bischof Conrad von Conrad vom Dikelosgekaust hatte, nun auch von Meinhard, Grafen von Schladen, ein,ferner die Hälfte des Schlosses Homburg von den Brüdern Ludolf

>) Herzog Otto vor de» Minderen Brüdern nnd allen anderen Geistlichen derStadt Braunschweig. OriM. 6mvI1. 1. e.

2) Wolf, Gcsch. des Hardcnbergschen Geschl. I. llrk. 6.ft Lauenstein, lrist. clixlom. I. 42.ft Laucnstein 3.

5) OriAA. Orrell. IV. lkulsinlorl, odssrv. fDas Original ist noch im städti-schen Archive vorhanden.^

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