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XXIX. Heinrich I. 1246 — 1257.
beriefen, i) Anfangs hatten sich die Stimmen zwischen vier Personengetheilt; keine Partei wollte nachgeben; die für die Wahl festgesetzteZeit verstrich; Heinrich wurde an den-Kaiser abgcordnet, um Schutzfür die bischöflichen Einkünfte zu erlangen. Er betheuert, daß er seinenVortheil nicht gesucht habe, und beruft sich ans das von dem Kaiseröffentlich darüber abgelegte Zengniß. Ais dann die Wahlversammlungwieder zusammentrat, fielen alle Stimmen ans Heinrich; Einer, welchergegen ihn anftrat, wurde zur Ruhe gebracht, und Heinrich erhielt vondem Kaiser die Beleihung mit dem weltlichen Gute, von dem Erzbischöfevon Mainz die Weihe zum Priester und Bischöfe. So stellt Heinrichselbst die Sache dar. 2) Dennoch trat ein mächtiger Gegner gegen ihnans. Hermann, Gras von Gleichen, 3) ein Verwandter Herzog Otto's vonBraunschweig, Probst im Cyriacusstifte zu Braunschwcig, wurde durcheinen andern Theil der Wahlherren von dem Pabste zum Bischoseerbeten, und von dem erwählten Erzbischöfe von Ferrara, damalspäbstlichen Legaten, bestätigt, welcher ihm zugleich in dem Könige vonDänemark, dem Herzoge Otto von Braunschweig, dem Herzoge vonSachsen, den Markgrafen von Brandenburg und Anderen mächtigeBeschützer bestellte. 4) Hermann nahm, da Herzog Otto für ihn zuFelde zog, und ungeachtet die Hildesheimischen Bürger für Heinrichtapfer in die Schranken traten, den Bischofssitz und alle Burgen undStädte mit Ausnahme der Winzenburg ein. Heinrich begab sich, umHülfe gegen seine Gegner zu erlangen, zu Pabst JnnocenzIV., welchersich damals zu Lyon aushielt, und stimmte diesen und den Hof durchdie ihm eigene Würde und die Empfehlung des Erzbischofs Siegfriedvon Mainz sofort für sich. Dennoch blieb seine Sache, weil diehochstehenden Freunde Hermanns entgcgenwirkten, Jahr und Tagunentschieden. Endlich erhielt er den Bischof zu Straßburg znmBeschützer (sxseorwor) und wurde von dem Pabste ehrenvoll entlassen,welcher zugleich am 31. October 1246 der Hildesheimischen Kirche einenSchutzbrief ertheilte, später auch dem Bischöfe, welcher in großer Geld-noth sein mochte, gestattete, die Einkünfte aller in dem HildesheimischenSprengel erledigten Pfründen drei Jahr hindurch zu erhebend) Der
H 2m Jahre 1252. III. Lai. LInrt. zählte er schon xontil. nnn. VI.
2) Selinnnnt, vinäein. litter. I. 205. Im Jahre 1247, 26. März, ist Heinrichnoch nicht confirmirt. 6näsn, eod. äipl. I. 596.
3) Okron. rlixtlun. Orixx. dnelt. IV. 67.
4) OriZA. Oiiell. IV. 210.
5) Heineoe. 276.