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schcsInteresse unterhandeln*), wiewohl, außer einem auf20 Jahre abgeschlossenen Waffenstillstände, die, damals vonihm und einem Theile der Schweden gewünschte, Vermäh-lung mit der jungen Königin Christina nicht zu Standekam **), welche für die Folge gewiß der SelbstständigkeitBrandenburgs und seinen politischen Interessen höchst nach-theilig geworden wäre, wenn sie auch für den damaligenAugenblick, bei Schwedens DictaturinNordteutschland, alsvorlheilhaft erschien. Den Schweden mußte er, (164g) ineinem Vergleiche, monatlich i2,c>ooThaler und 1000 ScheffelKorn zugestchen, eine lästige Bedingung, die stillschweigendbis zum Frieden fortdauertc; doch sicherte er dadurch seinLand vor den Plünderungen der Truppen, und die Verbün-dete Schwedens, die Landgrafin Amalia von Hessen, zoggleichzeitig (1644), nach einem mit Brandenburg abge-schlossencn Waffenstillstände, ihre Truppen aus dem Herzog-thume Cleve und der Grafschaft Mark zurück.
Noch war das neu geworbene und neugeübte Heer desChurfürsten nicht so bedeutend, daß er bcwa ffnet zwischenOestreich und Schweden sich hätte stellen können, als, nachDänemarks Kriegserklärung an Schweden, die Heere derSchweden und der Oestreicher die Marken von neuem durch,zogen. Denn Lorstensons Sieg bei Leipzig (Nov. 1642)und die Niederlagen derOestreicher in Schlesien hatten Schwe-dens Uebergcwicht in Teutschland in dem Grade gesteigert,daß Dänemarks frühere Eifersucht gegen Schweden wieder
*) Die verwkttwete Königin von Schweden, des Churfürsten Tante,welch« von dem schwedischen Machthabern vernachlässigt ward,nahm damals ihren Wittwensitz zu Insterburg in Preußen.
**) Von Seiten Schwedens erklärte man, daß durch diese Vermah-lung keinesweges Pommern an das Haus Brandenburg kommenwürde; auch würde dieselbe in Wien, in Polen und am dänischenHofe einen sehr nachtheiligen Eindruck gemacht haben, so wie demChurfürsten 164z, um ihn von der schwedischen Verbindung abzu-ziehen, die Erzherzogin Maria Anna (später Gemahlin Philipps 4von Spanien) zur Gemahlin angeboren ward, drei er aber aus-schlug, „weiter seine Religion nie verändern werde, und diesderselbe Fall bei der Erzherzogin seyn würde."