2?o Geschichte der preußischen Monarchie.
erwacht und in einen offenen Krieg zwischen beiden Machtenübergegangen war, der aber bereits nach Torstensons kühnemWinterfeldzuge von Mahren nach Holstein durch die Marken(Dec. 1643) entschieden, und durch Gallas Nachrückenmit einem östreichischen Heere nicht verändert, sondern balddarauf in den, für Dänemark nachtheiligen Frieden zn B r ö m-sebroo (i Z. Aug. 1645) beendigt ward.
Die Menge der Zeitigen Interessen verzögerte den Ab»schluß des allgemeinen Friedens, obgleich bcreirS seit 1641die Unterhandlungen deshalb bestanden, und, nach mehrma-ligem Abbrechen, seitdem n.Jun. 1645 zu Osnabrückund Münster wieder begonnen hatten. Je gerechterBrandenburgs Ansprüche bei diesem Frieden waren;desto glücklicher war der Churfürst in der Wahl seiner Ge.sandten, an deren Spitze der Graf Johann von Witzen-stein stand*).
Friedrich Wilhelm beharrte auf dem ErwerbePommerns, worauf er, nach dem Erlöschen des einheimi-schen Regentenstammes mit Bogislav 14 (1637), durchVerträge und kaiserliche Belehnungen die gegründetsten Rechteund die Stimme der Stande des pommerfchcn Landes für sichhatte. Allein eben dasselbe Land, wodurch BrandenburgsStaatsmasse geründet, seine Macht bedeutend in der Näheverstärkt, und der Handel auf der Oder und der Ostsee sehrbefördert worden wäre, galt auch für Schweden als der wich«tigste Stützpunct seines neuerrungenen politischen Gewichts inDeutschland. Wie nun Ferdinand 3 den schwedischen Antrag,den Churfürsten dafür in Schlesien zn entschädigen, ver-warf, und den Schweden in geheimen Unterhandlungen An-fangs die Aussicht auf ganz Pommern eröffnete, und spaterihnen Vorpommern zugestand; so blieb kein anderer Ausweg
*) Brandenburgischer Seits erschienen zu Osnabrück, wo manzunächst mit Schweden unterhandelte: der Freiherr von Löben,und Peter Fritze, in der Folge von Matthäus Wesend eck ab-gelöset; — und zu Münster bei den Verhandlungen mit Frank-reich : von der Heyden und Johann Portmann, an dessenStelle später Johann Fr 0 mmhslt trat.
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