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Geschichte der preußischen Monarchie : mit 5 genealog. Tab
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268 Geschichte der preußischen Monarchie.

nahm die Verpflegung der Truppen; dagegen ward das übri-ge Land von ihnen geräumt. Er versprach, den FeindenSchwedens weder Durchzug zu vcrstatten, noch denselbenHülfe zu leisten. Würde aber der Durchzug von den Fein-den, oder auch von den Schweden erzwungen; so solltedies nicht als eine Verletzung des Waffenstillstandes gelten.Bewiesen die Bedingungen dieses Vertrages die damalige Ue-bermacht der Schweden; so ward doch dadurch in die Ver-pflegung der Truppen Ordnung gebracht und die Verwüstungder einzelnen Gegenden verhütet. Der Kaiser war freilichmit diesem Scparatvertrage eines Ncichsfürsten unzufrieden;allein Friedrich Wilhelm fühlte, was er seinem Landeschuldig scy, das für Ocstreichs Politik erschöpft wordenwar. Doch erthcilte ihm der Kaiser (i. Jul. 1642) die Be«lehnung über seine Lander; nur mit Ausnahme der Besitzun-gen aus der Jülichschen Erbschaft.

Hatte Friedrich Wilhelm durch den Waffenstill-standsvertrag mit den Schweden sich dem Kaiser entfremdet;so mußte derselbe auch, bei der fortdauernden Spannungzwischen Polen und Schweden, zu Warschau mißfallen, woer die Belehnung über Preußen nachsuchtc. Cr erhielt sie beiseinem persönlichen Erscheinen daselbst (8- Oct. 1641), dochunter harten Bedingungen; denn, außer daß den preußischenUntcrthancn das Appellationsrecht an den König von Polenzugcsichcrt, und blos den Katholiken und Lutheranern inPreußen öffentliche Rcligionsübung zugestanden ward, mußteder Churfürst versprechen, jährlich ZO,000 fl. in den königs.Schatz, außerdem aus den Seezöllen jährlich 100,000 fl.an Polen zu bezahlen, so wie daß die Commandantcn vonPillau und Memel dem Churfürsten und dem Könige von Po-le» zugleich schwören sollten.

Wenn gleich der mit Schweden abgeschlossene Waffen-stillstand, wegen einiger lästigen Forderungen der Schwedenin Hinsicht der Festung Küstrin, von Friedrich Wilhelmnicht ratificirt ward; so bestand er doch in der That, undder Churfürst ließ zu Stockholm selbst durch seinen ehemaligenLehrer, nunmehrigen Minister, Leuchtm ar für sein politi-