Druckschrift 
[1] (1805)
Entstehung
Seite
XI
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Bey der hebräischen Nation hatdas Wort Parabel, so wie ihre ganzePoesie, eine höhere Bedeutung und einengrößer» Umfang. Denn der Geist deshebräischen Alterthums ist mystischdie Tendenz seiner Bildung war nicht schö-ne Harmonie des Geistes und der Sinn-lichkeit, sondern Unterwerfung der letzter»unter die erste. Der Mensch gehört einerübersinnlichen Welt an, nur das Ueberrsinnliche ist der einzig würdige Gegenstandseiner Einbildungskraft.

Daher kennt die hebräische Parabelnicht die Umschränkung der griechischen,sie kann sich über die niedere Sphäre zuder höhern übersinnlichen Region erheben.Sie führt alsdann dem Menschen, alseinem Mitglied« dieses höheren unsicht-baren Reichs, die Natur vor, als einBild, bas ihm nicht deshalb vorgehal-ten wird, damit er allgemeine Wahrhei-ten und Erfahrungssätze daraus lerne underkenne, sondern damit er das Höchsteund Uebersinnliche in ihr erschaue, cder

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