Druckschrift 
2 (1818)
Entstehung
Seite
IV
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Vorrede.

ren. Jenen Vorwurf, daß ich die Nothwendigkeitder Analysis zweifelhaft machen wolle, habe ich alfowohl nicht zu fürchten; aber vielleicht kann man mirdagegen einen andern Vorwurf machen, daß näm-lich mein Buch alle Zwecke nur halb erfülle, indemes zu einer ersten populären Uebersicht der Mechanikschon zu gelehrt sei, und dennoch auch den Leser, dergern ganz in die Tiefe der Wissenschaft eindringenwill, unbefriedigt lasse. Ich will diesen Vorwurfnicht dadurch abzuweifen suchen, daß ich an diezahlreiche Classe von Lesern erinnere, die grade aufdem Standpunkte stehen, welchen mein Buch vor-ausfetzt, die nämlich Belehrung über alle Gegen-stände der Mechanik bedürfen, ohne die erforderli-chen Vorkenntnisse aus der hohem Analysis zu be-sitzen; sondern ich will meine aus der Natur derSache hergenommene Ansicht mitrheilen, die, wiemich dünkt, einen Grund angiebt, warum jederLehrling der Mechanik, wäre er auch mit den bestenanalytischeil Vorkenntnissen ausgestattet, wohlrhut,sein Studium mit einem elementarischen Buche an-zufangen. Es ist bekannt,' wie oft die geschickteAnwendung der Analysis, vorzüglich der Integral-rechnung, Ulis auf einmal zu den Formeln führt,welche die Beantwortung aller Fragen enthalten,wie aber auch sehr oft durch diesen glücklia enSprung der natürliche Zusammenhang der Formelmit der Sache selbst uns ganz unbemerkt bleibt.Wenn wir also gleich der höheren Rechnungen norh-wendig bedürfen, um immer tiefer in die sa wierigenTheile der Wissenschaft einzudringen, wenn wirgleich ihrer nicht entbehren können, wenn wir neueForschungen anstellen wollen, und selbst schon, wenn