2. Abschnitt. Vom Gleichgewichte der Kräfte, rc. n
so wird er eine gewisse mittlere Richtung, die durchnur angedeutet werden mag, befolgen, und es verhältsich abeö ganz so, als ob statt jener zwei, nach ^.8 und-^6 wirkenden Kräfte, nur eine einzige nach wirkte.Die Richtung und Größe dieser Kraft müssen wir zu be-stimmen suchen.
Das Gleichgewicht könnte also bei fortdauernderWirksamkeit der Kraft nach und der Kraft (Znach H-C nur dann statt finden, wenn noch eine dritteKraft bi nach derjenigen Richtung angebracht wäre,welche der grade entgegen gesetzt ist, und bi, so großwäre, als es die nach-ib) gerichtete gesummte Wirkungder Kräfte, fordert. Statt dieser Kraft bi. würdeauch ein widerstehender fester Körper hinreichen, der,Len Punct H. stützend, die Bewegung nach hinderte.Dieser würde einen Druck — bi leiden (§. 9.).
H. 29. Erklärung. Diese Richtung (Fig. 6.)heißt die mittlere Richtung der nach HZ, ^.0 wir-kenden Kräfte k, und die Kraft oder der Druck,welchen sie nach dieser Richtung bewirken, heißt dieaus ihnen entstehende Mittelkraft, die nämlich ausden Seitenkräften l' nach (^) nach ^.6 ent-springt.
Die mittlere Kraft heißt auch die aus den Scitenkräf-ten zusammengesetzte; und dagegen betrachtet mandie mittlere Kraft, wenn sie als die ursprüngliche ange-sehen wird, als nach bestimmten Richtungen zerlegtin die Scitenkräfte.
§. z 0. Erklärung. Kräfte, welche eben das be-wirken, was eine oder mehrere andre ausrichten, heißendieser gleichgeltend, gleichwirkend, äquiva-lent, äquipollent.
H. gi. Grundsatz. Wenn zwei gleiche Kräftenach Richtungen wirken, die einen Winkel mit einandermachen: so trifft die Richtung der Mittelkraft mit derLii.ie zusammen, welche diesen Winkel halbirt.
§. 32. Bemerkung. Obgleich wir noch nicht im