Druckschrift 
1 (1817)
Entstehung
Seite
10
Einzelbild herunterladen
 

IO I. Theil. DieGesetze des Gleichgewichts fester Körper.

Gewicht, sondern einige sind an sich schwerer, oderspecifisch schwerer, als andre.

§.2;. Erklärung. Unter der Masse eines Kör-pers denken wir uns die Summe der körperlichen Theil-chen, aus welchen er besteht. Wir pflegen diese Massenach dem Gewichte zu schätzen, und nennen daher diejeni-gen Körper vorzüglich dicht, welche bei geringer Größeviel Gewicht haben, oder eine große speci fische odereigenthümlich e Schwere besitzen.

§. 26. Ein Körper würde doppelt so dicht heißen,als ein anderer, wenn jener bei derselben Größe doppeltso viel körperliche Theilchcn enthielte, als dieser; wir sa-gen daher, die Dichtigkeit zweier Körper sei in grademVerhältnisse ihrer Gewichte, und im umgekehrten Ver-hältnisse ihrer geometrischen Größe.

§. 27. A ir merk. Diese Begriffe sind etwas dunkel, dawie uns nicht ganz über das verständigen können, waswir körperliche Theilchen (Atome gleichsam, die selbstkeine leere Zwischenräume enthalten,) nennen sollen.Zndcß machen wie von diesen Begriffen keinen Gebrauch,der der Gründlichkeit der Wissenschaft im Wege stünde.

Zweiter Abschnitt.

Vom Gleichgewichte der Kräfte, die nachverschiedenen Richtungen aus einen be-stimmten Punct wirken.

§, 28- 8^emc r ku n g» Wenn auf einen Punct (Fig,6.) zwei Kräfte wirken, deren Richtungen einen

Winkel mit einander machen: so kann das Gleichgewichtnicht bestehen, wofern nicht noch andere Kräfte auf die-sen Punct wirken. Der bewegliche Punct nämlichwird zwar weder der einen noch der andern Kraft ganzfolgen können; aber indem die eine ihn von der genauenRichtung abzieht, nach welcher die andre ihn hintreibt,