Bey der gänzlich practischen Tendenz der Statistikscheint es auch ein Erfordernis zu ihrer Ausbildungzu seyn, daß sie stets bey ihrer Anwendung berei-chert und vervollkommnet werde. — Ihr Studiummag nun bloß auf rein wissenschaftliches Leben — oderauf blosses Geschaftsleben — oder am besten auf beides,in harmonischer Verbindung Bezug haben; so bedingt eszu seiner Vollkommenheit, eine aus dem lebendigenOrgan für die Wissenschaft, gewöhnlich von selbstentspringende fortgesetzte Thatigkeit in ihr, durch einefortwährende Umsicht unterstützt, die sich über alle jeneTheile des wissenschaftlichen Gebiets ausbrcitet, von wel-chen die Statistik ihre festen Punkte erhält.
Das nächste und wichtigste Hilfsmittel, unmittelbarnach dem Universitätsstudium, mit der eigen gemachtenTheorie der Wissenschaft,- praktische Ansichten zu verbin-den, ist das Reisen; denn auf keine Weise kann die An-schauung statistischer Gegenstände, unter so mannigfalti-gen Formen, als auf diesem Wege erreicht werden; undkeiner bietet, wenn er mit gehöriger Vorbereitung ange-treten, mit Sinn für die Wissenschaft und mit Begeiste-rung fük ihr Interesse zurückgelegt nn'rd, so viele Hilfs-mittel dar, der Wissenschaft ihren höchsten Gewinn zuversichern. . - -