ü-'
rs reicht nicht hin, individuel zu wissen und nachzuwei.sen, daß unter Lausenden ein Factum oder eine Zahlsich anders verhält, als der Verfasser angibt, um einUrtheil über ein ganzes Werk zu begründen; eben sowenig als der Umstand, daß solcher nicht den Sprach,ausdruck und die Correctheit im Style hat, die derSchöngeist, im Vortrage seines Gedichtes beobachten muß.um es nicht durch ein wesentliches Gebrechen zu entstel-len. -- Der Kritiker bewährt nicht die erhaltene Weihemit solchen einseitigen, .frivolen oder hämischen Urtheilen;sondern legt vielmehr seine Unwürdigkeit und Unbekannt-schaft in der Wissenschaft an den Tag und beschmutzt le-diglich das Blatt, auf dem er sich ausspricht. Zu Re.cemionsinstituten, deren Urheber ihr Blatt in Ehren er.halten wollen, sollten daher wohl nicht Leute ohne eige-nen wohlbegründeten Ruf und bewährte Kenntnisse,und durchaus nicht solche zugelassen werden, die nur Ge-nüsse des Augenblicks oder nichtswürdige Gefühle durcheine vermessene Arroganz in unedler Sprache vortra-gen, aber keine Wissenschaft verbreiten können; und da esbey der erkannten vielseitigen Schwierigkeit, dem Sta-tistiker in Erfahrung und Gebrauch der Hilfsmittel zttfolgen, überhaupt schwer halten dürste, geeignete Beur-theiler zu finden, so wird es schon ein großes Verdienstseyn, solche Schriften in zweckmässigen Auszügen mitzu-theilen, und die nur theilweisen Verbesserungen und Er-