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Wissenschaften ihres Mutterlandes verbreitet hatten: such-ten sie, wie noch heute die Türken, überall zu zerstören,was sie an wissenschaftlicher Kultur vorfanden, und bedurf-ten fast den Zeitraum eines halben Jahrtausend's zu ihrerEntwilderung. — Erst einige fünfzig Jahre vor unsererZeitrechnung erhielten die Römer Geschichtschreiber, die alsNachahmungen ihrer doch unübertroffenen — griechischenMuster gelten können; die einfache Eleganz der Jahrbücherdes Julius Casar, — der schöne historische Bortrag deöCornelius Nepos — die blühende und zugleich pragmatischeDarstellung des Sallust's — die vollkommnere und zusam-menhängend. klassische Erzählung des Livius — die umfas-senden, gründlich bearbeiteten Gemälde des Tacitus ent-halten auch einige wenige Beyträge, die in das Gebiet un-serer Wissenschaft gehören; aber eigentlich hat sie den Rö-mern, mit Ausnahme der merkwürdigen Germania vom Ta-citus, nur sehr mittelmässige Compilationen zu verdanken,und selbst diese sind nur aus besseren Schriften zusammenge-tragcn. Denn das geographische Compendium des Mela(40 I. n. Chr.) ist größtenteils aus griechischen Schrift-stellern gezogen, und der altere Plinius hatte nur um dieGeographie des nördlichen Europa und Indiens eigene Ver-dienste. — Doch fühlte vielleicht keine Nation des Alter-thums mehr als die Römer, das Bedürfniß geographisch-statistischer Kenntnisse, sowohl bey ihrer inneren Verwaltungals auch besonders bey ihren Finanzeinrichtungen.—Denn zu