ihre Beobachtungen nicht mehr nach dem Faden, an wel-chem die Begebenheiten fortlauffen, sondern man ordnetesie nach der Gleichsetzung ihrer Merkmale, oder nach demdabey wirksamen Grund, welcher wohl als Sinnenerfah-rung in die Zeitreihe eintritt, nicht aber aus ihrer bloßenSuccession seinen Ursprung nimmt.
So wurde die Länder- und Staatcnkunde unmittelbarnach Alexanders Zeitalter, bereits in den Schulen der Phi-losophen mit Zuziehung der Astronomie und nach dem Vor-gänge und Beyspiel des Aristoteles (^84 v. Ehr.) gelehrt.— Durch die Seefahrt des Phytheas von Masfilien Z40I. v. Chr. durch Alexanders und Nicanors Kriegszüge,und durch eine Menge Schriften wurde die Erdkunde er-weitert, aus welcher freylich die eigentliche Statistik nureinzelne Beyträge zü entlehnen vermochte, die indessen täg-lich vermehrt wurden. ^— Die Jndica, Persi'ca, Arabica,Scythica und viele besondere Länder- und Küstenbeschrei-bungen, die man diesem Zeitpunkte verdankt und wovoneinige, z. B. Nearch's Periplus von Arian erhalten wurden,bleiben immer schätzbare Denkmäler der Geschichte der Wis-senschaft, uin welche sich die Griechen in diesem Zeitpunkteverdient gemacht haben.
Durch diese Hilfsmittel unterstützt konnte bereits 220Jahre vor unserer Zeitrechnung Erathostenes seine Frag-mente verfassen, in welchen er mit Kritik und oft nachormlichen Forschungen historische und mathematische Geo-