i6
sen, wo es nicht brennt. Ts ist ein jammervollesGefühl, wenn man fühlt, daß die Worte in dieWüste fliegen, oder daß fle gar mit den umgewende-ten Spitzen auf uns zurückfliegen und uns selbst ver«wunden. Wir haben keine öffentliche Meinung,die uns richtet und straft oder vertheidigt, wirhaben keine Stimmen, die unsre Stimme aufnehrmen und weiter pflanzen und fle nach freudigem Um-klänge wieder zu uns zurückklingen lassen. Auchhierin sind wir arme Deutsche unglücklich, wie in sovielen andern Dingen, eben weil wir noch kein Volkhaben, sondern eS erst suchen. Zn England hört,ehrt und liebt man die öffentliche Meinung, inFrankreich fürchtet man sie, in Spanien und Jta«lien haßt man sie; bei uns wird sie weder gehört,geehrt, geliebt, gefürchtet noch gehaßt.
Doch heraus aus dem finstern Ernst! Sie sindein zu lieber Mann, als daß ich so von Zhnen Ab«schied nehmen sollte. So will ich denn gehorsamseyn und noch einmal umsonst des Teufels werden;aber wahrlich bloß um Ihretwillen. Sie mögendann sehen, wie Sie meine arme Seele aus demFegefeuer reissen. — O mein Gott! welch ein wun-dersames Ding ist der Mensch! er treibt Scherz,wo ihm das Herz brechen will. — Gott mit Ihnen!Bald vielleicht lesen sie einige vergebliche Wortevon Ihrem
gehorsamsten .....