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Rheinische Goethe-Ausstellung : in der Aula der königlichen Kunstakademie zu Düsseldorf Juli bis October 1899
Entstehung
Seite
41
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A. Vorgeschichte.

Johanna Katharina Sibylla Fahim er, die feingebildeteTochter des kurpfälzisclien Commerzienraths Georg-Christoph Falilmer (16871759) aus dessen zweiterEhe mit der Frankfurterin Maria Starck, einer entferntenVerwandten von Goethes Mutter, ist am 16. Juni 1744geboren und am 31. Oktober 1821 gestorben. Sieheirathete am 27. September 1778 Johann Georg-Schlosser , der in erster Ehe mit Goethes SchwesterCornelie (gest. 7. Juni 1776) vermählt gewesen war.

Demoiselle Falilmer, von Düsseldorf nach Frankfurt gezogenund jenem [dem Jacobischen] Kreise innig verwandt, gab durchdie grosse Zartheit ihres Gemüths, durch die ungemeine Bildungdes Geistes, ein Zeugniss von dem Werth der Gesellschaft, inder sie herangewachsen. ;i Goethe, Dichtung und Wahrheit,Buch 14.

312 Brief Goethes an Johanna Falilmer, Quartblatt:

März 1773, Einen Morgengruss hat Ihnen die liebeSonne schon gegeben, der besser ist denn meiner.Doch ist auch der nicht zu verachten .... dazu unsGott allen Gnädiglich verhelfen wolle. Amen.

313 Quartblatt: Cliarfreitag 1773, Einen so hohen

heiligen Morgen haben wir noch dies Jahr nichterlebt .... Addio.

314 Octavbriefbogen: 31. October 1773, Dass unsre

Expedition schnell gehe zu beyderseitiger Ergözzung,folgt hier das Schönbartspiel .... Viel Grüsse derlieben Frau und Lotten. G.

315 Octavblatt: 16. November 1773, Liebe Tante. Das

meine Agentcie so langsam geht, ist das Hurry burryschuld, das seit acht Tagen um mich summt . . . .Ich binn in aller Verworrenheit der Ihrige. G.

316 -Octavbriefbogen: 29. November 1773, Liebe Tante.

Wenn wir nur erst inns gleiche kommen, dass iedesseinen Gang- geht, ohne den andern mitnehmen zuwollen, wird alles gut werden .... Auch für dieCommunication der Meynungen über mich. Sie inter-essiren einen immer, so wenig sie auch Einflüsse überund in einem haben mögen oder können. Addio. G.

317 Octavbriefbogen: December 1773, Hab ein Geiglein

gefunden, will es zurecht machen lassen . . . Findstein Mädgen, findst ein Freund, Lass uns immer bleiben.