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Goethe, wenn er es auch sich selbst noch nicht einge-standen haben mag, zu Bettys Gatten, Fritz Heinrich Jacobi;Basedow nach Neuwied, Lavater zur Zusammenkunft mitdem Duisburger Rector Hasenkamp in Mühlheim am Rhein.
Lahneck regt Goethen zu dem Gedichte „Geistes Gruss“an, die Genossen und die Umgebung geben Veranlassung zuKnittelversen. Es folgt der berühmte Mittagstisch in den„Drei Reichskronen“ in Coblenz —
„Prophete rechts, Prophete links.“
Das „Weltkind“ geht dann allein seinen Weg, hinübernach Vallendar, die Familie D’Ester zu besuchen, die ihm vonden Sommertagen in Thal-Ehrenbreitstem 1772 bekannt undwertli war. Das elfjährige Töchterlein „Grethel“ reicht ihmeinen Blumenstrauss, den der Dichter auf der weiteren Reisenoch als „halbverwelkten lieben Blumenbusch am grauenHute“ trägt. Die wieder vereinte Reisegesellschaft fährtweiter bis Neuwied, wo alle bei Hofe empfangen werden,und Basedow und Frau Kämpf Zurückbleiben.
Mit dem „Bruderschilflein“ der Herrenhuter fahren Goethe,Lavater und Schmoll rheinab bis Bonn, zu Wagen bis Köln; jdann, wie wir aus Lavaters Reisetagebuch wissen, „Goethe“und Schmoll auf Düsseldorf“, Lavater nach Mühlheim. So steigtdenn Goethe am 20. Juli Abends in Düsseldorf im Prinzen vonOranien ab, eilt am andern Morgen zu Jacobis Haus in der\Neustrasse, dann nach Pempelfort und zur Gemäldegallerie.W Am andern Tage geht’s nach Elberfeld, Dr. Jung (-Stillingjzu besuchen, wo auch Lavater und die Brüder Jacobi zugegensind. Alle linden gastliche Aufnahme bei dem KaufmannCaspari im Kipdorf und lernen eine Reihe der hervorragend-sten „Freunde Tersteegens“ im Wupperthal kennen; auchHeinse ist mit von der Partie. Am 23. Juli Rast in Pempel-fort; am 24. Fahrt Goethes mit den Brüdern Jacobi unddem Redacteur der Jacobisclien Iris, Heinse, nach Bensberg,wo man das Schloss und die Weenix’schen Gemälde bewundert,und die Aussicht in der Laube des Schlossgartens geniesst,von Bensberg nach Köln, wo „Jabachs Wohnung“ und be-sonders das Jabaclische Familiengemälde von Lebrun in Goethe„das zarteste und schönste Gefühl“, die „Ruine des Doms dievon Strassburg her gewohnten Gefühle erregt.“
Ein wunderbarer Abend am mondbeschienenen Rhein imGasthof „Zum heiligen Geist“ in Köln drückt der Freund-schaft des Dichters mit dem Pempelforter Philosophen dasSiegel auf. K. Stidhoff.