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II. Gruppe.
Die Rheinreise von 1774.
Die Rheinreise von 1774 liat ihre besondere Vor-geschichte.
Drei niederrheinische Damen hatte Goethe im Herbst 1772und im Frühling 1773 in Frankfurt im Kreise der Freundinnenseiner Schwester Cornelie kennen gelernt: Johanna Fahlmer,ihre wenig ältere Nichte Lotte Jacobi und deren SchwägerinHelene Elisabeth, geh. von Clermont,. die Gattin des Philo-sophen Fritz Heinrich Jacobi.
Die trefflichen Düsseldorfer Frauen, besonders Johanna,das „Tantchen“ und Frau Betty, „die herrliche Niederländerin“,hatten den Dichter ganz für sich eingenommen. Mit beidentrat er in einen freundschaftlichen Briefwechsel, der wesent-lich dazu beitrug, die zwischen Goethe und den BrüdernJacobi bestehende Missstimmung zu beseitigen.
Doch Eine darf auch hier nicht vergessen werden, die,wie schon oben zu den Rheinreisen bemerkt, ihr redlich Teilmit dazu beigetragen hat, Goethe ihrem niederrheinischenFreunde, Fritz Heinrich Jacobi, entgegenzuführen: Sophie
de la Roche, die schöngeistige Weltdame, Gattin des kur-fürstlichen Geheimrats Frank de la Roche — — —
Eine auserlesene Reisegesellschaft war es, die am Montagden 18. Juli 1774 zu Schiffe lahnab fuhr: unser Goethe,
J. C. Lavater, J. B. Basedow, der Maler Schmoll und FrauHofrath Kämpf aus Neuwied. Alle wollten weiter den Rheinhinab: